Montag, 17. November 2008

Die Stadt der schönen Menschen

Nach Ankunft mitten in Montreal Downtown musste ich zwischen all den Hochhäusern erstmal das Hostel finden. GPS sei dank ging das aber relativ schnell. Es war der 11.11. und während in Deutschland die 5. Jahreszeit beginnt, wird in Kanada Rememberence Day begangen, ein offizieller Nationalfeiertag an dem die Commonwealth Staaten (UK, Kanada, Australien & NZ, Südafrika, ...) den Gefallenen aus dem Ersten Weltkrieg gedenken. Auch in Montreal war an diesem Tag einiges los, erst Kranzniederlegung an nem Denkmal, anschließend Parade durch die Stadt.

Montreal selbst ist riesig und gilt als weltweit 2.größte französisch sprachige Stadt der Welt. Alles hier wirkt sehr viel mehr europäisch als z.B. in Vancouver und man merkt die Nähe zur französischischen Vergangenheit. Die Stadt ist auch sehr viel älter als andere Städte im Westen und es gibt sehr viele alte Gebäude und sogar zwei große Kathedralen und 3 bedeutende Universitäten. In Old Town, einem Stadteil nahe der Innenstadt stehen ausschließlich alte Gebäude, die Strassen sind mit Kopfstein gepflastert und man kommt sich vor wie vor 200 Jahren. Abends wird alles beleuchtet und zieht dann massenhaft Touristen und Fotographen an. Dummerweise habe ich von hier nicht sonderlich viel gute Fotos, weil ich mein Stativ vergessen habe.
Gleichzeitig gibt es aber auch ein modernes Stadtzentrum mit vielen Wolkenkratzen und futuristischen Bürogebäuden, sowie eine richtige Untergrundstadt wo man verbunden durch lange Gänge durch die halbe Innenstadt zu allen wichtigen Punkten kommt und nebenbei noch einkaufen kann. Vom Mount Royal, nach dem die Stadt benannt wurde, hat man einen guten Überblick über die Stadt und den mächtigen St. Lorenz Strom der die großen Seen Lake Michigan, Lake Erie, Lake Superior & Lake Ontario im Innenland Nordamerikas mit dem Atlantik verbindet.

Montreal liegt in Quebec, der einzigen rein franz.sprachigen Provinz in Kanada. Erst hatte ich ja etwas bedenken, so ganz ohne wirkliche Französischkentnisse dorthin zu fahren, aber sogut wie jeder dort spricht auch gutes Englisch und mit Ausnahme des Subway Restaurants am Victoria Square, gibt es auch keine Eitelkeiten wenn man sofort auf Englisch spricht. Ein signifikanter Unterschied zu Frankreich in Europa :-)
Die Menschen in Montreal sind, wie eigentlich überall in Kanada, sehr nett und aufgeschlossen gegenüber Fremden. Was mir gleich am Anfang aufgefallen ist, dass es dort unglaublich viele sehr gutaussehende Menschen gibt! Sowohl was den Stil, als auch die Menschen selber angeht. Sehr kurios.


Nachdem ersten Eindruck der Innenstadt gings dann etwas weiter auf das ehemalige Olympia Gelände, wo 1976 die Sommerspiele statt fanden. Heute steht immernoch das große Stadion und der Turm. Angegliedert ist der Biodome, ein Biotop-Zoo im ehem. Radstadion wo verschiedene Erdteile und deren Bewohner gezeigt werden. Der Besuch des Botanischen Gartens (2. größte der Welt!) beschränkte sich aufgrund Sauwetters leider auf den Innenteil und die überdachten Bereiche.
Später ging es dann auf das ehem. Gelände der Expo '67 und ins Biospere Museum, das von einem futuristischen kugelförmigen Stahlgerüst umgeben ist.
Insgesamt gibt es in Montreal soo viel zu sehen das eine Woche garnicht ausreicht im alles zu sehen.

Montreals Finest

Bekannt ist Montreal auch für sein Nachtleben. Es gibt unzählige Clubs und Bars und die Feierkultur ähnelt sehr der unseren, das heißt die Läden machen wirklich erst um 3 Uhr nachts zu (Gesetz) und nicht schon um 1, wie teilweise in Vancouver. Das Hostel bietet 2mal die Woche eine Bartour an und man erfährt wo sich die besten Locations der Stadt befinden. Hier lernt man sehr schnell Leute kennen und so hat sich auch direkt der Kontakt zu einigen Locals hergestellt. Langweilig wurde es hier keine Sekunde, tagsüber boten sich die städtischen Attraktionen an, abends ging es von nun an mit Montrealern auf Partys oder wir haben zusammen Eishocky geguckt – der Sport hier, auch wenn die Montreal Canadians in letzter Zeit häufiger verlieren.

Mit dem Zug durch den Osten Kanadas

So, mittlerweile bin ich in Ottawa (Ontario), der Hauptstadt Kanadas. Viel habe ich noch nicht gesehen, erstmal macht Schneeregen das Rausgehen nicht sonderlich attraktiv, zudem bin ich so richtig dick erkältet mit Fieber und allem drum und dran und das Sightseeing beschränkt sich auf die Strecke zwischen Bett und Apotheke. Das Hostel ist ein einem alten Gefängniss untergebracht. Sehr intressant, allerdings glaube ich nicht das es damals wirklich 6-Bett Zellen gab. Mittwoch geht’s nach Toronto, dann geht wieder die Job- und Wohnungssuche los, ich hoffe mal bis dahin wieder etwas fitter zu sein. Auf der vergrößerten Reisekarte kann man sehen wo es bisher hinging.
Fotos aus Montreal sind jetzt online.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Du machst wirklich sehr schöne Fotos, Knasti!
Hab dich lieb!