Montag, 8. Dezember 2008

Finale

Und wie aus der Krise eine Erfolgsstory wurde.


Hello Mr. President

Wenn einem etwas nicht gefällt, sollte man es ändern. Manchmal helfen da nur große Schritte, schnelle Entscheidungen und in diesem Fall - Flucht! Also habe ich spontan ein paar Flugtickets gebucht um dann 2 Tage später von Toronto aus wiedermal in die USA zu fliegen: Washington DC
Die großen Ziele ander Ostküste lagen einfach zum greifen nahe und diese Möglichkeit wollte ich mir dann nicht entgehen lassen.
In Washington war blauer Himmel und strahlender Sonnenschein, dazu noch angenehm warm (was zu dieser Jahreszeit halt so warm ist). Die Stadt ist ziemlich genau so groß wie Essen und zu meiner Überraschung gibt es dort keine Wolkenkratzer! Ein Gesetz besagt, dass kein Gebäude höher als das Capitol sein darf. Und so ist bei Bürogebäuden ab dem 10. Stockwerk schluss. Das gibt der Stadt eine angenehme Offenheit und gute Übersichtlichkeit. Das HI Hostel liegt ziemlich zentral und man bequem zum Weißen Haus laufen. Bei meinem ersten Besuch landete zufällig grade dann auch gleich mal der Hubschrauber des Präsidenten (Fotos!). Ich weiß aber nicht ob er wirklich drin saß. Das ganze Gebiet ist hermetisch abgeriegelt, überall laufen Secret Service Beamten rum und es sind Kameras an den Laternen. Um etwas näher an das Weiße Haus ran zu kommen konnte ich aber unbemerkt über ein, zwei Absperrungen drüber klettern und ein paar Fotos machen.
Auch auf meinem Flug nach DC bin ich so oft wie noch nie vorher kontrolliert worden. Insgesamt 6 mal (!) Ausweis überprüft sowie 2 mal persöhnlich durchsucht und abgescannt worden.



Eine der bekanntesten Attraktionen in Washington ist die National Mall. Das ist nicht etwa eine Einkaufsstrasse, sondern eine breite und mehrere Kilometer lange Wiese an der rechts und links einige große und bedeutende Museen aufgereiht sind (u.a. Museum Of American History, Museum Of The American Indian, National Art Museum, Museum Of Natural History, National Air & Space Museum usw.). Am Kopfende steht das Capitol, mitten drauf das Washington Monument, ein Stück weiter das World War 2 Memorial und ganz am Ende das Lincoln Memorial. Man merkt schon in DC kann man einiges sehen. Insgesamt war ich 5 Tage dort und die Zeit hat grade eben so ausgereicht, wobei ich da noch nichtmal das Pentagon besucht habe. Das beste ist, dass so gut wie alle Museen umsonst sind, dabei aber wirklich gut und intressant!
Ein Stadtteil von DC ist Georgetown. Dort steht u.a. auch die bekannte Georgetown University, wo ein Semester ungefähr 27.000$ kostet. In dieser Gegend wohnen auch viele Kongressabgeordnete und bekannte Menschen. Auf einer der abendlichen Touren bin ich auch am letzten Privathaus von John F. Kennedy vorbei gekommen. Preis heute: 3,5 Millionen $. In Georgetown gibt’s auch einige Bars und Kneipen, sodass ich mit einer Ausnahme jeden Abend unterwegs war. Das Nightlife kann dort durchaus mit den großen Städten mithalten!
Während ich in der Stadt war, wurde in Amerika grade Thanks Giving gefeiert. Das ist DAS große Fest in den Staaten, so wie bei uns Weihnachten und Ostern zusammen. Das Hostel hat dazu sogar ein großes Truthahn Dinner spendiert und dazu noch Livemusik organisiert. Es gehört zur Tradition an Thanks Giving für wohltätige Zwecke zu spenden oder sich in seiner Nachbarschaft zu engagieren und so wurde unser Dinner dann auch von einigen Nachbarn mitorganisiert.
Eine weitere Tradition bei besagt, dass bevor man weiter reist die letzte Nacht grundsätzlich durchgemacht wird.
Entsprechend habe ich dann auf der 5 stündigen Busfahrt nach New York dann auch viel geschlafen.

New York, New York

New York ist einfach überwältigend! Als ich aus Washington ankam, hats hier erstmal gestürmt und geregnet wie sonstwas. Eine kleine Abwechslung zu Washinton wo eigentlich permanent die Sonne geschienen hat. Vom Busterminal in Lower Manhatten gings dann mit der U-Bahn zur Upper Westside, wo das Hostel gleich neben dem Central Park liegt. Das Hostel ist theoretisch ganz schön, einzig die 12-Bett Zimmer hätten meiner Meinung dann doch mit etwas weniger Betten bestückt werden können. Am nächsten Tag gings dann erstmal einmal zu Fuß durch den Central Park und anschließend nach Downtown. Die Stadt ist einfach soo riesen groß, dass das locker schon mal ein paar Stunden dauert (Fotopausen mit eingerechnet). Das Wetter war zum Glück wieder ganz gut und in der Stadt wird schon wie wild Weihnachtsdekoration aufgebaut, es gibt mehrere Eislaufbahnen am Central Park, Bryant Park am Times Square und am Rockefeller Center. Um auch direkt so viel wie möglich mitzunehmen, bin ich dann spontan ins Empire State Building gegangen. Nachdem das WTC eingestürzt war, nun wieder nach höchste Gebäude in New York.
Von hier an hat eine Verkettung lauter unglaublich verrückter Zufälle dem Tag eine intressante Verlaufsform gegeben.
Oben auf der Aussichtsplattform stand ich plötzlich neben Loïc Ifrah, einem Neuseeländer den ich schon in Montréal im Hostel getroffen habe! Die Welt ist doch sehr klein :-) Wir haben dann ein bisschen gequatscht über dies und das, und er hat dann gefragt ob ich für den Abend schon was vor hatte, er wollte evtl mit ein paar Freunden was machen. Gute Idee eigentlich für den ersten Abend in New York. Wir haben dann kurz darauf eine Freundin von seinem Cousin aus NY getroffen (man merkt schon, entfernte Verbindungen). Sie meinte das heute einiges los wäre, u.a. spielt ein Freund von ihr bei einer Band die grade ein Open Air Konzert geben. Danach wollte sie evtl auf eine Party in einem Penthouse am Times Square, dort spielt dann wiederum eine andere Freundinn von ihr ein Konzert. 10$ Eintritt und freie Getränke.

The Insider

Okee das hörte sich doch schon mal sehr suspekt an. Wer schmeißt denn für das Geld ne Party in einem Penthouse?! Und dann noch mit Live Musik?
Wie auch immer, angucken könnte man es sich ja mal. Wir sind dann zuerst ein paar Blocks weiter zum ersten Live Act gegangen. Es stellte sich schnell raus, dass diese Band nicht die einzige war, sondern im ganzen Viertel was los war! Überall Fressbuden, kleine Stände und überall Musik und viele Menschen. Einer dieser vielen Acts war eine Percussion Gruppe, die dort eine Art Workshop gemacht haben. Es gab ein paar Djemben und dann wurde ordentlich Krach gemacht. Als professioneller Percussion-Anfänger konnte ich mir das natürlich nicht nehmen lassen! Und es hat irre viel Spaß gemacht :-) Was auch immer danach noch kommen würde, der Abend war jetzt schon gut!
Ok, weiter gings dann zu diesem dubiosen Penthouse, welches dann auch wirklich existierte, ein Hochhaus, mitten am Times Square. Der Aufzug endete im 10. Stock dann genau im „Wohnzimmer“ der gesuchten Location. Dieses Penthouse war ein Aufnahme Studio und die „Party“ war eine Insider Veranstaltung wo mehr oder weniger etablierte junge New Yorker Musiker sich mit Ihresgleichen, sowie Menschen aus der Musikindustrie hin und wieder treffen um in gemütlicher Atmosphäre und vielleicht grade mal 20-30 Leuten kleine Acoustic Konzerte zu geben. Und wir mittendrin! Man kam dann auch mit ein paar von diesen Leuten ins Gespräch und kurze Zeit später standen genaus diese Menschen auf der Bühne und haben Musik gemacht. Das waren nicht irgendwelche Dorfmusiker, sondern wirklich hoch professionelle Singer & Songwriter, teilweise bereits mit Plattenvertrag und Album, teilweise war letzteres grade in der Mache.

„For years, top artists like Snoop Dogg, Paul McCartney, Coldplay, Outkast and Creed, have made incredible music in the Penthouse rooms of the legendary Quad Studios.“

Gespielt haben u.A. Dori Colangelo (Freundinn der Freundinn die uns dort hingeschickt hat und unser Alibi warum wir überhaupt da drin waren), klassische Singer- Songwriterin aber wirklich gute Stimme, TJ Moss Band (Acoustic, Pop, Soul) und Christina LaRocca & Heavy Weather (Jazz, Soul, Rock). Nach dem Konzert gabs dann noch ein paar Drinks auf dem Dach des Studios mit Aussicht auf Manhatten.
Dieser Abend gehörte ohne Zweifel zu den beeindruckendsten Erlebnissen meiner gesammten Reise. Manchmal hat man einfach unglaubliches Glück.

Einen Eindruck von der Location und den Musikern gibt’s hier:

Das Studio
TJ Moss Band
Dori Colangelo
The Heavy Weather Band

Ein paar Songs von diesen Abend incl. ein paar Interviews wurden jetzt vom Taited Blue Studio als Podcast veröffentlicht. Einfach mal bei iTunes „Artist Loft Series“ eingeben. Unser Konzert ist Episode 3 (03.12.08).

Weiter gings dann am Dienstag, wo sich gleich der nächste Zufall ergab. Felipe (der Brasilianer der aussieht wie Anthony Kiddies) mit dem ich schon in Toronto unterwegs war, war auch im New Yorker HI Hostel. Wir sind dann zusammen runter nach Lower Manhatten in den Financial District. Ground Zero, Wall Street, später dann nach China Town und Little Italy.
Wo früher einmal das World Trade Center stand ist heute eine große Baustelle. Vom neuen Freedom Tower und dem 9/11 Memorial ist allerdings noch nicht viel zu sehen. Auch sämtliche Gebäude drum herum wurden wieder repariert, nur eine einzelne Fassade wurde als Erinnerung etwas angekratzt gelassen. Ich habe den Tag darauf eine Frührung mitgemacht, geleitet von 2 Freiwilligen die am 11.09. damals dabei gewesen sind. Das war schon sehr intressant und bewegend.


Die vielen Bilder aus New York sind leider nur bedingt etwas geworden. Ich finde das fotographieren in New York extrem schwierig. Man bräuchte ein echt gutes Weitwinkel Objektiv um in den tiefen Häuserschluchten alles mit drauf zu bekommen. Leider war auch das Wetter fast immer bewölkt und trüb, so das man selten eine gute Aussicht oder gutes Fotolicht hatte.

Connections

Mitte der Woche bin ich dann umgezogen zu Alexandra, Sylvias Ex-AuPair Kind, die mir angeboten hatte ne Weile hier zu bleiben. Manchmal kommen echt lustige Verbindungen zu stande :-) Im Moment bin ich also grade auf den Campus der Columbia University im Upper Westend, wiederum gleich am Central Park und habe aus dem 14. Stock den besten Ausblick auf die Stadt den man sich vorstellen kann! Gleichzeitig gabs dann auch schon mal einen netten Vorgeschmack auf das Studentenleben, hier geht nämlich so gut wie jeden Abend irgendwo eine Party und man trifft auf viele verrückte Amis.

Zum Schluss gings dann noch ein paar Attraktionen hier besuchen, darunter der Flugzeugträger USS Intrepid, ein altes U-Boot, die Concorde. Dann noch einmal nach Hells Kitchen (intressanter Name für nen Stadtteil, wo es viele kleine extrem leckere Restaurants und Deli Foodshops gibt), wo ich ein Wein&Käse Laden entdeckt habe, der die weltbesten Schinken-Sandwiches (selbstgemachtes Brot mit Schinken, Käse, Salat, Birnen, Oliven, Essig& Öl) macht. Davon müsste man sich eigentlich direkt ein paar mitnehmen.
Heute abend bin ich dann nochmal mit Alex und ihren Mitbewohnerinnen essen gegangen. Zu guter letzt hat es jetzt sogar tatsächlich angefangen zu schneien. Hätte das nicht schon etwas früher passieren können? :-)


Und wo bleibt die Krise?

Es ist wohl unschwer rauszuhören, dass es mir hier schon wieder echt gut geht und von der kleinen Rezession nicht mehr viel übrig geblieben ist. Die Entscheidung nach Washington und NYC zu fahren war das beste Gegenmittel für die trübe Stimmung in Ontario, auch wenn der Rezession nur mit viel Geld geholfen werden konnte. Vielleicht ein Vorbild für die Weltwirtschaftskrise?

New York ist eindeutig der Höhepunkt und gleichzeitig auch das vorläufige Ende meiner Canada und USA Tournee. In den letzten Monaten habe ich weitaus mehr gesehen als ich überhaupt geplant hatte. Darunter Weltstädte wie Chicago, Los Angeles, San Francisco, Vancouver, Montreal und New York. Um den finanziellen Rahmen nicht völlig zu sprengen muss ich jetzt erstmal wieder ein bisschen Geld reinholen und arbeiten gehen.

Morgen wird es noch einmal spannend. Diese Nacht um 4.30 Uhr geht’s los zum Flughafen La Guardia, anschließend über Minneapolis zurück nach Calgary und dann im Bus weiter, zurück nach Banff in die Rocky Mountains, das alles an einem Tag. Über Freunde dort habe ich eine wage Zusage für nen Job dort bekommen. Ich hoffe mal das das klappt! :-)
Dann würde es nochmal für ein paar Monate in die Berge gehen.


City Ranking

Welche Stadt hat dir denn am besten gefallen? Wo kann man am besten shoppen gehen? Wie teuer ist New York wirklich? Sollte man lieber an die Ostküste oder and die Westküste fahren? Diese und ähnliche Fragen habe ich jetzt schon des öfteren gehört, und deswegen hier und jetzt, auf besonderen Wunsch von Lydia: Mein persöhnliches City Ranking! Berwertet wurden Vancouver, San Francisco, Los Angeles, San Diego, Chicago, New York, Montreal, Toronto, Washington DC, Victoria, Tofino, Banff und Calgary in folgenden Kategorien:

Sehenswürdigkeiten (max. 22P), Preise (max 15P, jeh teurer, desto weniger Punkte), Entertainment & Nightlife (max. 15P), Natur (max. 12P), Nahverkehr (max. 10P), Shopping (max. 11P), Sport (max. 10P) und Skyline (max. 5P).

Sehenswürdigkeiten (max.22P)
Hier hat New York (22P) eindeutig gewonnen, danach folgen Montréal (20P) and Chicago (19P). In New York gibt es über 500 Galerien, 200 Museen, 150 Theater und hunderte andere Plätze die absolut lohnenswert sind und von denen wahrschienlich jeder schon mal gehört hat. Montréal kann Punkten durch abwechslungsreiche Expo- und das Olympia Gelände, viele innerstädtische Sehenswürdigkeiten, Kirchen, Skyscraper und die in Nordamerika vielleicht einzigartige Altstadt.
Chicago gehört einfach zu den lohnenswertesten Städten in den USA. Man kann stundenlang einfach nur durch Downtown laufen und findet immer was intressantes.

Preise (max. 15P)
Hier sollten vielleicht ersteinmal die Verlierer genannt werden. New York ist zwar die größte, mit Sicherheit auch teuerste aller amerikanischen Städte. Ebenso San Francisco und Los Angeles aber auch Tofino auf Vancouver Island sind keine Orte zum Geld sparen.
Relativ günstig weg kommt man dafür in Calgary (14P), San Diego (13P) und Montreal (12P).

Entertainment & Nightlife (max. 15P)
Chicago, New York und Montreal kommen hier mit voller Punktzahl (15) gleichermaßen gut weg. In Chicago war ich schwer begeistert von den ganzen Blues Kneipen, wo fast jeden Abend Livemusik gespielt wird. Das gabs nirgendwo anders. New York überzeugt mit vielen Theatern (vllt in meinem Fall eher weniger relevant) und hunderten kleinen aber sehr guten Restaurants. Wie die Clubs hier sind kann ich leider nicht beurteilen, private Studentenpartys gibt’s hier aber viele! Montreal ist bekannt für ein überragendes Nachtleben. Hier findet jeder was für seinen Geschmack und die Preise sind durchaus ok!

Natur (max. 12P)
Hier schneidet Kanada wenig überraschend besonders gut ab. Insbesondere Tofino (12P) auf Vancouver Island hat sehr viel Wildlife zu bieten, auch Vancouver (12P) selber hat mit dem riesigen Stanley Park, den Bergen um Norden und den unzähligen Stränden volle Punktzahl erreicht. Banff (12P) in den Rocky Mountains muss hier wohl nicht weiter erwähnt werden. Wer nur das städtische sucht ist am besten in Calgary, Chicago oder Los Angeles aufgehoben.

Öffentlicher Nahverkehr (max. 10P)
...für mich als Rucksackreisenden immer besonders intressant. Ohne Zweifel hat hier Vancouver (10P) den Sieg davon getragen, mit dem besten und neustem Bussystem, dazu noch den Skytrain und die Fähren sind unschlagbar. Das alles dazu noch für relativ günstiges Geld.
Chicago und New York (beide 10P) haben beide ein sehr gut ausgebautes U-Bahn System (das in New York ist allerdings ziemlich verdreckt) und es fahren Busse zu allen Tages- und Nachtzeiten. Große und gut ausgebaute Flughäfen gibt’s ebenfall in allen diesen Städten.
Peinlicher Looser sind hier eindeutig Los Angeles (1P) und San Diego (3P) wo die Busse nur sehr vereinzelt fahren und man mit eigenem Auto auf jeden Fall um einiges besser dasteht („dastehen“ kann man in Los Angeles überings wirklich wörtlich nehmen).

Shopping (max. 11P)
Ohne in jeder Stadt wirklich ausgiebig geshoppt zu haben, ich versuche es mal in eine Reihenfolge zu bringen: New York (10P), Chicago (9P), Montreal (9P). Die Reihenfolge erklärt sich wohl am besten dadurch, jeh größer die Städte, desto vielfältiger die Einkaufsmöglichkeiten! In Relation zu den Preisen kann man wohl besser in den aber eher unspektakulären Städten wie Calgary oder Seattle einkaufen.

Sport (max. 10P)
Radfahren, Inlineskaten, Ski und Snowboard fahren, joggen, Kanu fahren kann man am besten in:
Vancouver (10P)! Die Stadt bietet eine vielzahl an verschiedensten Möglichkeiten! Wassersport am Meer, Wintersport in den nahe gelegenen Bergen, sämtliche Radsportarten im Stanley Park und auf ausgebauten Radwegen. Das gibt es nirgendswo anders in ganz Nordamerika! Banff (10P) ist mein persöhnliches Wintersport Highlight. Ausserdem kann man hier Reiten, Klettern, Kanu fahren, Wandern und und und. San Diego (9P) ist der Ort für alles was man an Stränden so machen kann: surfen, schwimmen, Kanu fahren, tauchen, joggen. Große Städte wie NY, Chicago oder San Francisco haben meistens Parks, die Möglichkeiten sind hier aber meistens eingeschränkt.

Skyline (max. 5P)
Nicht wirklich wichtig, wurde aber als Kriterium gefragt.
Ohne Frage: New York (5P) hat Manhatten und ist damit unschlagbar, Chicago (5P) hat unzählige Hochhäuser und sieht schon von weitem imposant aus, Vancouver (5P) liegt am Wasser und hat unzählige Glas- und Stahlbauten. Toronto (5P) dank dem CN Tower und dem Finanzzentrum.

Und welches ist die beste?

Vancouver (90 von 100P) schneitet nicht nur in objektiven Untersuchungen, sondern auch bei mir am besten ab. Der Mix aus Natur und Metropole machen diese Stadt noch einzigartiger als irgendeine andere Stadt in Kanada oder den USA.
Auf dem 2. Platz: Montréal mit 83 von 100P. Montréal bietet den perfekten Mix aus moderner Großstadt und geschichtsträchtiger Altstadt. Dazu ein riesiges Kulturangebot mit Festivals, Musik, Theatern und großartigem Nightlife.
Nur knapp dahinter: The Big Apple. New York (81 von 100P) spricht für sich selbst. Diese gigantische Stadt kann einem aber auch irgendwann zu viel werden.
Es folgen:
4. Chicago (77P)
5. Banff (73P)
6. San Diego (72P)
7. Washington DC (71P)
8. San Francisco (69P)
9. Tofino (67P)
10. Victoria (64P)
11. Los Angeles (61P)
12. Toronto (56P)
13. Calgary (51P)

Insgesamt würde ich sagen, das sich die Westküste eher lohnt als die Ostküste, wobei man fairerweise sagen muss, dass ich wirklich den größten Teil meins Jahres im Westen verbracht habe. Vancouver, die Zeit im Ski Gebiet, Californien. Das alles können selbst Montreal und New York nicht mehr rausholen.

Nachtrag:
Der längste Tag

Der Flug von NY nach Calgary war nicht so einfach wie vorher abgenommen. Um 5 Uhr morgens gings in Manhatten los zum Flughafen La Guardia. Irgendwie scheine ich auf die Sicherheitsbeamten immer einen schlechten Eindruck zu machen, auf jeden Fall wurde ich auch diesmal wieder etwas mehr untersucht als die anderen. Es ging dann erst nach Minneapolis, wo wir auch pünktlich um 11 Uhr ankamen. Das Wetter war ziemlich bescheiden dort. -14°C und Schneefall. Also verzögerte sich der Abflug schonmal um rund eine Stunde. Anschließend gings noch zum de-icing und dann gings los. Für gewöhnlich dauert der Flug rund 3 Stunden. In Calgary war aber so heftiger Schneefall, das wir bestimmt über ne halbe Stunde über der Stadt gekreist sind und auf Landeerlaubnis gewartet haben. Etwas später ging dann auch der Sprit zuneige und der Flieger ist abgedreht. Es kam die Durchsage, dass wir dort nicht mehr landen können. Es ging zurück in die USA nach Montana wo wir dann auf einem kleinen Provinzflughafen gelandet sind. Weder wir, noch die Piloten wussten zu dem Zeitpunkt wie es weiter gehen würde. Insgesamt standen wir über ne Stunde auf dem Flughafen rum und nichts passierte. Es war inzwischen schon nach 17 Uhr und ich hatte seit 10h nichts mehr gegessen. Schließlich kam die Durchsage, dass wir es trotz andauernden Schneefalls noch ein letztes mal probieren wollten und falls es diesesmal nicht klappt würden wir zurück nach Minneapolis fliegen. Tolle Vorstellung nachdem man den ganzen Tag im Flugzeug gesessen hat wieder da auszusteigen wo man eingestiegen ist!
Es war mittlerweile dunkel und in der Suppe aus Schnee und Wolken hat man dann auch überhaupt nichts mehr gesehen. Ganz kurz vor dem aufsetzen auf der Landebahn in Calgary konnte man schemenhaft einige Strassen erkennen und dann haben wir auch schon aufgesetzt, in einem wunderbar weichen Bett aus Puderschnee :-) Es hat geklappt! 6 Stunden zu spät, aber schlussendlich wieder in Canada. Nur noch 2,5h mit dem Bus nach Banff und das wars. Dort gabs noch ne positive Überraschung: Weil das Hostel überbucht war, durfte ich für eine Nacht in nen Private Room. Yeah!
So, jetzt geht’s ans Job suchen!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Na herzlichen Glückwunsch.
ich habe mir gedacht, dass du nicht lange in dem tief bleibst, sondern schnell wieder auf Erfolgskurs fährst : )

Du willst doch bestimmt gar nicht mehr zurück aus Übersee, oder?
Was hast du denn jetzt für die zukunft geplant? länger dort bleiben oder im Winter 2009 noch zurück nach Deutschland?

Ich muss, nachdem du jetzt schon ein kleines resumée gezogen hast, auch einmal sagen, dass dein Blog unglaublich gut ist.
durchgehend hast du sehr detaillierte und spannende Einträge geschrieben, tolle Fotos hochgeladen und sogar noch Filme gedreht. Echt super das alles.

Ich hoffe das klappt in Banff nochmal mit dem Job!

*drück* die Manu