oder: Ein Sommer in Vancouver...Seit Anfang Juni war ich nun, mit einigen Unterbrechungen, im Großraum Vancouver. Angefangen auf der Horse-Ranch bei Diane in Fort Langley ging es zwischendurch auf einen 3-wöchigen Trip durch die Rocky Mountains und den Osten Vancouver Islands' und dann wieder zurück, diesmal nach Downtown. Jetzt habe ich meinen Job als Landschaftsgärtner und die Wohnung wieder gekündigt und breche auf zu neuen Abenteuern.
Landschaftsgärtnern in Kanada...ist, soviel vorweg gesagt, ein bisschen anders als in Deutschland! Das kann zum einen daran liegen, dass ich hier nur bei einem sehr kleinen Unternehmen gearbeitet habe und nicht bei einer großen Firma wie in Essen. Zum anderen an der wahrscheinlich etwas unterschiedlichen Auffassung über einen schönen Garten. Um mal eine Beispiele zu nenen; So hätte wären meine ehemaligen Vorarbeiter wahrscheinlich milde gesagt etwas gereitzt gewesen, wenn ich alle Pflanzen in Reihen gesetzt hätte, noch dazu größere vor kleinere und von den Farben so ziemlich alles was verfügbar ist bunt durcheinder gemischt hätte. Gut, in Nordamerika mag mans vielleicht wohl einfach etwas anders (oder es hat ihnen bisher keiner gesagt wie man es richtig macht). Auf jeden Fall gabs diesbezüglich schon richtige Unstimmigkeiten mit meinem Chef! Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe etwas zu fachspezifisch zu werden, auch bei manchen Bauprojekten war man meiner Meinung nach von Professionalität weit entfernt. So war die Verwendung von Abziehstangen bei Pflasterungen bis jetzt eher unüblich, Fundamente verdichten wurde im extremfall der natürlichen Absackung überlassen und Randeinfassungen wurden manchesmal mit Erde hinterfüllt, auf jeden Fall nicht in Beton gesetzt :-) Bei der Rasenansaat wäre bei uns wohl schon unter Azubis im ersten Lehrjahr Gelächter ausgebrochen. Und so gehts dann weiter, ich laufe hier noch Gefahr meine guten Gärtnermanieren zu vergessen! Aber dafür nehmen die Kollegen Ratschläge dann auch gerne an.Auf jeden Fall weiß ich jetzt auch warum die deutsche Ausbildung international immernoch so wertgeschätzt wird und ich auch hier in Kanada davon sehr profitiere: In meiner letzten Zeit wurde ich noch zum Vorarbeiter befördert und hatte mit meinem jungen Team eine eigene Baustelle.


Teamgeist und die Kollegialität sind hier viel stärker ausgeprägt als in Deutschland. Die Grundstimmung ist gut und man arbeitet gemeinsam an einem Ziel und nicht jeder für sich, geschweige denn gegeneinander. Letzten Freitag gabs dann sogar eine kleine Abschiedsparty bei meinem Chef im Garten, mit deutschem Bier und kanadischem BBQ - unschlagbar!! Gerne hätte ich das derzeitige Baustellen-Projekt hier noch fertig gestellt, aber nun heißt es:
It's Californication!Mein Abreisetag rückt immernäher! Am 20.09 gehts mit Flug Jetblue B6 279 los. Endlich Californien. Das immer wieder weiterziehen und ständig etwas neues zu sehen ist schon fast wie zu einer Droge geworden. Vancouver ist eine echt tolle Stadt, trotzdem brauche ich mal wieder was anderes, genau wie nach der Zeit im Sunshine Village SkiGebiet damals. Das Ziel ist, wenn diesmal auch wirklich verlockend, schon fast nebensächlich geworden, getreu dem Motto "If the journey is good - who cares where you end up?!" In diesem Sinne wird dann auch die Vorrausplanung für San Diego, Los Angeles und San Francisco eher klein gehalten. Die Vorfreude steigt!!
Mittlerweile gibts sogar auch endlich Pläne für nach Californien! Um sich die Gelegenheit nicht entgehen zu lassen Tofino im Sommer zu sehen, gehts auf den letzten Drücker Anfang Oktober nochmal für eine Woche auf die Insel vor Vancouver. Ich habe mir sagen lassen, das man entwerder absolutes Glück hat und es sehr sonnig ist, oder stürmt wie sonstwas. Manchmal sogar beides! Ich bin gespannt. Kurz danach geht es dann auch schon wieder auf große Reise; erst wieder mit der Fähre zurück nach Seattle um von dort einmal auf die andere Seite des Kontinents zu fliegen - Halifax! Fragt mich nicht warum es in den USA so viel günstiger ist hin und her zu fliegen als in Kanada, auf jeden Fall hätte man hier für den Flug (Vancouver-Halifax) fast das doppelte bezahlt.Von dort könnte man anschließend zum Beispiel die ganzen östlichen Metropolen Quebec City, Montreal, Ottawa und Toronto mitnehmen. Doch so weit bin ich noch nicht. Ganz abgesehen davon das mein Konto danach wahrscheinlich leer ist :-)
Tino hat eine neue!Was?! Freundinn? Uhr? Telefonnummer? Nein, nicht ganz. Meine Postadresse hat sich geändert, da meine Organisation nun endlich von Victoria nach Vancouver gezogen ist. Sämtliche Post bitte also ab sofort an die neue Adresse:
T*** W******
c/o Global Lifestyles Canada
#814-525 Seymour Street,
Vancouver, BC V6B 3H7
CanadaEs gibt ein paar neue
Fotos im Vancouver Foto-Album!