Samstag, 3. November 2012

Geschüttelt und Gerührt

Good Bye aus Kanada

Meine Zeit in Kanada neigt sich unweigerlich dem Ende zu. Wie vielleicht schon einige bei Facebook gelesen haben, habe ich die Sunshine Coast bereits verlassen und bin wieder in Vancouver, bzw. in Ft. Langley.

Die letzten Tage im Job waren relativ unspektakulär. Es kamen kaum noch Gäste und auch meine Chefin war in meiner letzte Woche nicht da. Ich hatte also viel Zeit alles in Ruhe fertig zu machen und dann noch zwei freie Tage bei Janet und John bevor es dann wieder weiter ging. Wie ihr vielleicht gehört habt, gabs an der kanadischen Westküste ein ordentliches Erdbeben (7,7). Das Zentrum lag bei den Haida Gwaii Inseln, eine ganze Ecke nördlich von der Sunshine Coast. Von dem Beben haben wir allerdings nichts mitbekommen und auch der Mini-Tsunami von nur ein paar cm Höhe war bei uns nicht der Rede wert. Oben auf den Inseln hats wohl schon etwas mehr gerappelt, die berühmten Hot Springs sind trocken gefallen, sonst ist aber auch dort nichts passiert.

Letzten Dienstag bin ich dann wieder nach Vancouver gefahren und habe den Cottage gegen ein Hostel ausgetauscht, seit Mittwoch bin ich bei Diane und Willie in Fort Langley. Das Leben ist wieder Ponyhof! Passend zu Halloween hatte ich dann auch endlich meinen ersten Stromausfall, also war der erste Abend hier ein relativ kurzer. Es bot sich an einfach schlafen zu gehen. Hier auf der Farm ist es immer ganz lustig, wie immer sind noch ein paar andere Wwoofer hier und es ist immer was los, so dass ich kaum merke, dass es in ein paar Tagen schon wieder zurück geht. Wie schon 2009 auch dieses mal wieder mit gemischten Gefühlen. Einerseits freue ich mich total wieder auf die ganzen Leute zuhause, andererseits fängt dann auch wieder der stressige Uni-Alltag an. Ich hoffe ich kann mir die kanadische Gelassenheit noch eine Weile bewahren und freue mich jetzt schon darauf irgendwann (möglichst bald) nochmal wieder zu kommen.

Mit diesen Sätzen beende ich (vorerst?) meine Berichterstattung aus Kanada. Vielen Dank fürs Mit-verfolgen und die Kommentare. In ein paar Tagen bin ich wieder zurück in Deutschland, dann gibts den Kanada-Film und vielleicht noch die ein oder andere Story, die ich hier nicht erwähnt habe :-)

Bis bald!

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Endless Summer

Kaum zu glauben aber wahr: Hier ist immer noch Sommer. Zumindest fast! Das Wetter ist jetzt schon seit Monaten so "gut", dass in den Medien schon fast die Rede von einer Dürre ist. Fakt ist, dass in einigen Regionen (sogar hier an der Sunshine Coast / "Raincoast") so lange kein Regen mehr gefallen ist, das einige Communitys schon unter Water Restriction Level 4 sind, was Wasserverbrauch limitiert und z.B. das wässern im Garten generell verbietet. Anders als bei uns in Deutschland, wo das Trinkwasser meistens als Grundwasser gefördert wird, kommt es hier aus Flüssen und Seen, die zum Teil schon kaum noch Wasser führen. In Earls Cove bekommen wir unser Wasser aus dem Ruby Lake, der ist noch ziemlich gut voll! Ansonsten heißt das aber schon seit Wochen, ja fast seit Monaten nichts als Sonne. Als Osnabrücker kennt man sowas gar nicht, dort regnet es ja jeden 2. Tag. Aber ich muss sagen, ich vermisse das kühle Nass nicht im geringsten! Tagsüber sind es durchschnittlich noch angenehme 20°C, was in Verbindung mit Sonne, viel blauem Himmel und kaum Wind jede Aktivität draußen umso angenehmer macht. Ich bin immer noch viel im Garten hier und arbeite mal hier mal da, es ist eigentlich mehr Freizeit als richtige Arbeit. Und wenn man keine Lust mehr hat, macht man halt ein anderes Mal weiter. Der Regen hat mir bis jetzt noch keinen Strich durch die Rechnung gemacht. Dieser Sommer wird mir wohl als tatsächlich richtiger Sommer in Erinnerung bleiben.
So, ich hoffe ich habe ein paar Menschen jetzt so richtig schön neidisch gemacht :-)
Das Einzige woran man merkt das es langsam herbstlicher wird sind die Temperaturen. Nachts friert es so langsam schon mal, was den wenigen Laubbäumen hier langsam die berühmte gelb-orangene Färbung gibt. Den richtigen Indian Summer gibt's hier eigentlich nicht, da der meiste Wald ja aus Nadelbäumen besteht. Da in anderen Teilen Kanadas aber schon wieder Schnee fällt, bin ich hier wohl richtig gut bedient!


Ich habe mittlerweile festgestellt, dass mein Cottage höchstwahrscheinlich überhaupt gar nicht isoliert ist. Das war tagsüber und im "richtigen" Sommer nie ein Problem, aber mittlerweile wird es Nachts doch so kalt, dass es ohne irgendeine Art der Heizung unangenehm wird. Wie ich ja schon mal beschrieben habe, ist hier alles aus den sechziger und siebziger Jahren. Höchstwahrscheinlich auch die Heizung! Ein Öl-fressendes Ungetüm, das bei der Arbeit einem Automotor akustisch unglaublich nahe kommt. Schlafen kann man da schon fast vergessen, und da die warme Luft hier rein und da wieder raus geht auch nicht besonders effektiv. Seit gestern habe ich jetzt eine tolle Entdeckung gemacht: Eine Heizdecke!! Wahnsinn, dieses Ding ist so genial! Seit ich die habe brauche ich keine 5 Decken mehr und es ist richtig angenehm warm. Ich schwöre auf diese Dinger! Solltet ihr je irgendwo mal eine Gelegenheit bekommen so eine abzustauben - Schlagt zu! Es gibt nichts angenehmeres als in ein vorgewärmtes Bett zu steigen :-)

Bear watching

Eine Naturerfahrung der etwas anderen Art hatte ich vor ein paar Tagen: Während ich mich früh morgendlich auf dem Highway in Richtung Arbeit abstrample, stehen auf einmal zwei Schwarzbären vor mir. Das war schon ein bisschen aufregend, dieses mal nicht aus dem Auto oder Boot raus zu gucken. Wir konnten uns dann Gott sei dank darauf einigen, das wir alle unsere Wege einfach weitergehen, ohne da jetzt großartig rum zu stressen. Für gewöhnlich sollte man es vermeiden den plüschigen Genossen zu nahe zu kommen, wobei in den allermeisten Fällen eigentlich nichts passiert und die Bären das weite suchen. In dieser Region gibt es auch nur Schwarzbären und keine Grizzlys.


Selbstbeschäftigung

Auf der Arbeit habe ich mich mittlerweile mit der Tatsache abgefunden, dass man mich und meine arbeitstechnischen Fähigkeiten weit unterschätzt. Ich habe mir selbst ein Thema für meine Projektarbeit gesucht und schreibe jetzt über den Erfolg bzw. Misserfolg der Etablierung von Tyner Park als einen Biodiversitäts-Park. Meine Centre-Assistant Tätigkeiten stehen dabei jetzt etwas hinten an, was für mich aber nicht sonderlich tragisch ist. Wenn ich diesen Bericht fertig hab, werd ich noch einen weiteren auf Englisch über die Implementierung unserer neu veröffentlichten Biodiversitätsstrategie in einen Maßnahmenplan schreiben. Klingt schon nach was, oder?!

Die Tatsache, dass ich jetzt immer an meinem Bericht arbeiten kann und meine Arbeitszeiten ja sehr flexibel sind, macht die Arbeit sehr angenehm. Da ich nur einen oder 2 fixe Tage in der Woche habe, wo ich wirklich da sein muss und diese auch noch immer variieren, kann ich mir den Rest frei einteilen und kommen und gehen wenn ich möchte. Vorausgesetzt ich komme auf meine Stunden, aber das ist kein Problem. Vielleicht reichen meine Überstunden sogar noch für einen kleinen Trip nach Fort Langley.

Oceanfront Living

Da ich die letzten 7 Tage durchgearbeitet habe, fängt heute sozusagen mein Wochenende an, passend zu Thanksgiving! Das wird in Kanada immer richtig groß gefeiert und ist nach Weihnachten sogar das 2. größte Fest im Jahr. Traditionell gibt es dazu immer Truthahn aus dem Ofen. Janet und John haben mich eingeladen und so gab's dann ein kleines Festessen.

Heute habe ich nur noch einen halben Tag gearbeitet und ich denke, die nächsten zwei mache ich mal frei. Eventuell soll das Wetter zum Wochenende schlechter werden (was soll das denn heißen?), deswegen genieße ich nochmal den schönen Herbst. Heute war ich mit John nochmal mit den Kajaks auf dem Wasser und wir sind ziemlich weit gepaddelt. Es ist immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis hier im Jervis Inlet Kajak zu fahren: Rechts und links gehen die Berge bis auf 2000m hoch, unter einem ist das Wasser 600m tief, kilometerweit sieht man nur Wald, Berge und Meer und meistens auch viel Wildlife. Seien es Weißkopfseeadler, Seerobben oder sogar scheue Fischotter. Heute hatten wir zeitweise einen Seelöwen neben uns.


Ich glaube Zeit meines Lebens war ich noch nie so lange so viel am, im und auf dem Meer wie in den letzten Monaten. Das bringt das Leben an der kanadischen Küste wohl einfach so mit sich. Es wird wahrscheinlich eines der Dinge sein, die ich in Deutschland am meisten vermissen werde: Aus dem Fenster zu gucken und den weiten Blick aufs Meer und die Berge zu haben. Keine Straßen, keine Autos, keine Menschen. Keinen Parkplatz suchen, keine Asis unterm Fenster, keine nervigen Vermieter. Es gibt keinen besseren Ort auf der Welt um den Alltag in Deutschland so weit hinter sich zu lassen und zu einer regelrechten Tiefenentspannung zurückzufinden. Das Leben hier oben ist um so viele Dinge erleichtert, vielleicht sogar puristisch. Das bringt einige Komforteinbußen mit sich, aber lässt auch viele Probleme und den Stress der modernen Zivilisation zurück. Vieles worüber ich mir am Anfang den Kopf zerbrochen habe, ist jetzt kaum noch der Rede wert: Kein Auto, na gut. Kein Handy, war eigentlich nie ein Problem. Weniger Internet, tut auch mal ganz gut. Weniger Uni, mehr dreckige Hände. Weniger Schreibtisch, mehr draußen. Weniger Menschen, dafür kennt man die wenigen umso besser. In Osnabrück weiß ich noch wer in der Wohnung über uns wohnt, in Earls Cove kenne ich die halbe Community. Das Leben hat hier eine andere Geschwindigkeit und einen anderen Maßstab bekommen.

Ohne bewerten zu wollen wo es jetzt besser ist, kann ich beiden Lebensstilen viel abgewinnen. Und ich glaube, es ist egal in welcher von beiden Welten ich grade lebe, wird es wohl immer auch ein Verlagen nach der jeweils anderen geben.

Montag, 1. Oktober 2012

Im Westen nichts neues

Nach einer guten Woche zurück in Earls Cove hab ich mich schon wieder ganz gut eingelebt hier. Der Herbst meint es gut mit mir, und wir haben immer noch viel Sonne und nur ganz selten mal ein bisschen Regen. Ich hoffe das bleibt noch eine Weile so! Bei meinen regelmäßigen Fahrradtouren zum Center und zurück wäre alles andere doch unangenehm. Allerdings ist es hier auch schon deutlich kälter geworden. Ich versuche noch ohne die alte Öl-Heizung hier auszukommen, werd aber wohl bald mal ausprobieren, ob sie es noch tut.


So wirklich was neues gibt es eigentlich auch gar nicht. Ich hab mich wieder dran gewöhnt alleine hier im Cottage zu sein und nicht mehr durch die Weltgeschichte zu reisen. Es ist immer noch sehr ruhig hier, die Fähre hat schon auf Winterfahrplan umgestellt und so ist auch auf dem Highway 101, auf dem ich jeden Tag zur Arbeit radle, nicht mehr so viel los. Auch hier an der Hütte passiert nicht mehr viel, um draußen zu sitzen ist es mittlerweile zu kühl und so spazieren grade nur noch ein paar Rehe vor der Terrasse rum. Vor einigen Tagen waren laut meinem Nachbar Dave sogar einige Orca Wale hier, direkt in der Bucht unterhalb meiner Hütte. Ich war leider arbeiten und hab sie nicht gesehen. Aber dafür gabs ja auch vor Vancouver Island ein paar zu sehen.
Ich bin stolz berichten zu können, dass mein Film mittlerweile so gut wie fertig ist. Fast 500 Einzelclips und jede Menge Bilder hab ich verwurstet. Der Film ist zu groß um ihn im Internet hochzuladen, deswegen gibts ihn dieses mal nur als Vorführung.
So viel erst mal für Zwischendurch!







Montag, 24. September 2012

A Month Full Of Saturdays

Lange lange lange habe ich gewartet. Um die vier Jahre müssen es ungefähr sein. Es war ebenfalls in Kanada, dass ich das letztemal meinen Bart komplett abrasiert habe. Tja hin und wieder kommt man mal auf so 'ne Schnapsidee. Ganz schön nackich im Gesicht! Sah damals wie heute scheiße aus, ich lasse ihn jetzt wieder wachsen.

Kommen wir zu den wichtigeren Neuigkeiten: Wie der ein oder andere vielleicht über Facebook mit verfolgt hat, war ich zusammen mit Isa und Petra ein paar Wochen auf großer Rundtour durch British Columbia (Für alle die es nicht mit verfolgt haben: außer ein paar Statusmeldungen und ein paar Fotos (die es auch hier gibt) habt ihr nichts verpasst). Es war eine Tour, die ich schon lange machen wollte und die mir sehr viel bedeutet hat. Dazu kam noch der glückliche Umstand, dass Isa und Petra mit dabei waren und sie so nicht nur einen Teil meiner Vergangenheit, sondern auch ein tolles Land und viele tolle Menschen kennengelernt haben.
Los gings im großartigen Vancouver. 4 Tage geballtes Kanada, das in Vancouver immer ein Dreiklang aus Bergen, viel Wasser und moderner Urbanität ist. Die Metropole am Pazifik liegt unmittelbar am Wasser und ist geprägt durch viele Meeresarme und den mächtigen Fraser River. Auch ist hier einer der größten Häfen Nordamerikas (noch dazu fast in der Stadt). Im Stadtkern dominieren sowohl Wolkenkratzer aus Glas und Stahl, als auch einige große historische Gebäude. Gleich nördlich der Stadt fangen die Coast Mountains an und in einer guten halben Stunde ist man schon in den ersten Skigebieten. Schnee lag bei unserem Besuch noch keiner, also haben wir uns bei bestem Wetter die Füße platt gelaufen, am Strand, der Promenade am Convention Center oder im historischen Gastown Pausen gemacht und zwischendurch noch ein bisschen geshoppt.

Nach so viel Stadt war es dann erstmal Zeit für das genaue Gegenteil und so sind wir dann mit Zwischenstopp bei mir in Earls Cove weiter nach Vancouver Island gefahren. 2 Fähren, eine Übernachtung und viele viele Highwaykilometer später waren wir dann in Tofino. Tofino! Erfahrenen Kanada-Kennern sagt das schon alles. Der kleine Ort an der Westküste ist bekannt für seine langen Sandstrände (die einzigen hier im Westen an denen man surfen kann!) und die einzigartige Natur mitsamt Adlern, Bären, Walen und anderen Viechern. 3 Nächte (auf teilweise unbequemsten Fernsehzimmercouchen) haben wir hier übernachtet und haben neben oben beschriebenen Tieren auch noch viel vom Pacific Rim Nationalpark und angrenzenden Orten gesehen. Später gings dann weiter nach Victoria, der Hauptstadt von British Columbia. Die Hafenrobbe, die sich dort immer von den Touristen mit Fischen füttern lässt gibts immer noch! Am Abend habe ich mich dann noch mit 2 von unseren Summer Students auf ein Bierchen getroffen.
Nach nur einer Nacht sind wir dann mit der Fähre wieder aufs Festland, genauer gesagt nach Fort Langley, wo ich 2008 bei Diane und Willy auf der Farm gearbeitet habe. Es war ein tolles Wiedersehen und wir wurden spontan zum Abendessen eingeladen. Es gab - typisch kanadisch - Lachs! Ich glaube so guten Lachs wie hier bekommt man in Deutschland gar nicht! Dieser war auf jeden Fall fangfrisch und richtig gut! Gleich am nächsten Morgen sind wir dann mit Abstechern in den Manning Park Provincial Park und Princton weiter gefahren nach Penticton. Auch hier habe ich 2008 mal kurze Zeit auf einer Pferdefarm gearbeitet (später wurde mir die zweifelhafte Ehre zu Teil, dass ein Pferd nach mir benannt wurde. Ich hab es dieses mal leider nicht getroffen). Hier haben wir dann auch Theo und Anne besucht. "Damals" habe ich Theos alten Bus gekauft und bin damit kreuz und quer durch Kanada gegurkt. Wir haben über dieses und jenes gequatscht und haben danach noch eine Wüste besucht. Eine Besonderheit, da man erwartungsgemäß in Kanada eher selten Wüste hat. Hier regnet es nur sehr sehr selten, da der meiste Regen vorher in den Bergen runter kommt und daher gibt es hier ein besonders wertvolles Ökosystem. Isa und Petra fanden es allerdings eher langweilig weil überall höchstens mal ein paar Büsche rumstanden und man keine Tiere gesehen hat. Die meisten, wie z.B. Klapperschlangen, sind hier aber auch vom Aussterben bedroht.
So ich muss mal hinne machen, der Text zieht sich wie Kaugummi und es kommen noch so viele Stationen! Im Okanagan Valley haben wir dann noch ein paar Bären und Coyoten gesehen. Standard. Weiter gings nach Revelstoke. Schon fast Rocky Mountains! Auf jeden Fall eines der besten und anspruchsvollsten Skigebiete in ganz Nordamerika. Ich bin immer noch etwas neidisch auf Kristins Heliskiing hier. Der Jahreszeit geschuldet hatten wir auch hier noch keinen Schnee (ok, ein bisschen schon!), dafür aber größtenteils super Sommerwetter und richtig schön warm. Unsere vorletzte richtige Station war Clearwater, nahe dem Wells Grey Provincial Park. Ein sehr großes Plateau an dessen Rändern es einige der beeindrucktesten Wasserfälle in Kanada gibt! Fotos von den Spahat Falls, Dawsen Falls und den riesigen Helmcken Falls gibts alle im Album BC Roadtrip.


Das Highlight auf dieser Tour war dann der letzte Ort, der eigentlich an garkeinem Ort ist, sondern mitten in der Wildnis. Gelegen im South Cariboo, irgendwo zwischen 100 Mile House und Little Fort liegt der Sheridan Lake. Auf über 1000m Höhe und abseits von allen großen Highways, nur über ein paar Dirtroads zu erreichen. Diane und Willy haben hier ein Cottage, eine Art Ferienhaus am See. Einer der schönsten Orte überhaupt und ich war so froh wieder hier sein zu können. Neben der Tatsache das hier ein schickes Motorboot, ein Quad, 2 Motorräder und ein SkiDoo steht, ist es aber trotzdem meistens seehr ruhig und man hat den See fast für sich allein. Von hier ging es noch für eine Übernachtung nach Hope und dann wieder zurück zum Flughafen wo ich meine beiden Lieben dann wieder verabschieden musste. Ich bin mittlerweile wieder in Earls Cove und darf mich mit meinem Praktikum rumschlagen.

Diese Tour war jetzt schon das Beste an Kanada 2012. All die Leute wieder zu treffen, nochmal an die Orte von 2008/09 zurück zu kehren, das war unbeschreiblich. Back to the Coast Zurück an der Sunshine Coast gabs heute Morgen erstmal ein weiteres Kapitel in Sachen Fahrrad. Das Rückrad hat immer schon etwas Luft verloren, meistens hielt es aber für 3-4 Tage. In dieser Annahme bin ich dann heute morgen wieder zur Arbeit geradelt, allerdings war für den Reifen heute schon nach der Hälfte der Strecke wieder Ende im Gelände. Mangels Alternativen bin ich dann die letzten Km ohne Luft zur Arbeit gefahren. Jetzt geht die Suche nach Ersatzteilen wieder von vorne los! Vielleicht hält ja auch der Flicken der jetzt drauf ist.
Was meine Praktikumsstelle angeht, verliere ich mittlerweile echt die Geduld. Mittlerweile ist nämlich garkeiner mehr da und ich schmeiße das Besucherzentrum da alleine. Was für die Besucher erst mal nicht weiter schlimm ist, da es um diese Jahreszeit eigentlich keine mehr gibt. Das heißt ich sitze den ganzen Tag alleine rum, ohne großartig was zu tun und was noch viel schlimmer ist, ohne vernünftiges Internet! Hin und wieder ist es mal für ein paar Stunden ganz weg, dann geht es mal gaaaanz langsam und dann auch schon wieder nicht. Die 6-Wochenfrist in der ich mich um ein Projektthema hätte kümmern sind jetzt seit 4 Wochen abgelaufen und meine Chefs (oder wer sich dafür hält) sind immer noch nicht mit einer klaren Ansage um die Ecke gekommen. Natürlich kann es sich wie immer nur noch um Tage handeln bis endlich ein Meeting ansteht. Mir wäre es ja sowas von scheißegal wenn ich den ganzen Tag nur rumpimmeln würde, wäre da nicht dieser klar vorstrukturierte Bericht, der nur noch darauf wartet mit praktikumsfüllenden Themen geschrieben zu werden. Vielleicht ist hier bald die große Kunst der Rumlaberei gefragt, sollte es nicht sehr bald was zu bearbeiten geben. Zwischenzeitlich habe ich schon mal mit dem Gedanken gespielt mir noch schnell eine andere Stelle in Kanada zu suchen. Allerdings wäre das wohl nur unter größten Umständen möglich.

Filme

Es wird bis auf weiteres erst mal keine neuen Video Blogs geben. Ich habe mittlerweile so viel Filmmaterial und noch so viel damit zu tun alles hinterher in eine große Produktion zu stecken das ich nicht mehr dazu komme, kleine Teile zu machen. Freut euch auf das Finale :-)

Dienstag, 4. September 2012

Kanada Film - Teil 3



Kanada Film - Teil 3: Nelson Island

Donnerstag, 23. August 2012

Kanada Film - Teil 2



Kanada Film - Teil 2: Earls Cove

Sonntag, 19. August 2012

Bio und Blitz

Bio

Vor einiger Zeit hatten wir bei uns am Iris Griffith Centre eine große Veranstaltung. Diese findet jährlich statt und dabei wird innerhalb von 24h alles an Wildlife gezählt was so gefunden wird. Ich sehe grade, das habe ich im vorherigen Eintrag schon erklärt. Das Wochenende war relativ anstrengend, da wir natürlich von morgens bis abends dabei waren und mitgeholfen, bzw. eigentlich alleinig das ganze Event versorgt haben. Zwischendrin wars aber auch für uns mal ganz interessant! Es gab ein paar Aquarien, Taucher haben dann sogar aus dem Meer Wildlife mitgebracht. Dann hatten wir ein typisch kanadisches BBQ, es gab Musik und später hat eine Ureinwohnerin (oder sagen wir mal eine Nachfahrin, da sie noch nicht ganz so alt war) Geschichten erzählt. Nachts haben wir noch erfolglos versucht Fledermäuse zu fangen (waren zwar welche da, sind aber nicht in Netz geflogen) und auf der Eulen-Wanderung gabs leider auch keine Eulen zusehen. Zwar nicht beim BioBlitz, dafür aber auf einem Bootstrip die Tage hab ich dann auch wieder Weißkopfseeadler gesehen.

Das Wetter ist schon seit längerer Zeit beeindruckend gut! Die Sonne scheint jeden Tag und es ist so um die 25-30°C warm. Nach Feierabend gehe ich mit den anderen Summer Students manchmal noch zum Ruby Lake runter um ne Runde zu schwimmen, das Wasser hat fast Schwimmbadtemperaturen!

Nach langer Trockenheit gabs heute zur Abwechslung mal ein Gewitter. Anfang des Monats gab es schon mal ein größeres, was auch ein paar kleinere Stromausfälle zur Folge hatte. Es ist aber nichts weiter passiert.

Blitz

Anders als bei diesem mal: Von meiner Butze aus guckt man über das Meer auf ein paar entfernte Berghänge, außer viel Wald gibt es dort weit und breit nichts. Scheinbar hat während des Gewitters ein Blitz in den Wald eingeschlagen, denn nach einiger Zeit sah man dichten Qualm über einer Stelle aufsteigen. Es war mit dem Fernglas erst schlecht zu erkennen, als die Dämmerung einsetzte sah man dann aber deutlich die Flammen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kamen dann noch ein Löschflugzeug und -hubschrauber die vergeblich versuchten das Feuer zu löschen. Als es jetzt endgültig dunkel geworden ist mussten diese wieder abdrehen und das Feuer bahnt sich langsam weiter seinen Weg den Hang entlang. Mittlerweile ist es schon recht spät in der Nacht und die Flammen sind etwas kleiner geworden. Ich bin gespannt, wie es morgen aussieht und ob man das Feuer in den Griff bekommt. Ich hab versucht ein paar Fotos zu machen, Album Sunshine Coast.


Grade im Innenland von British Columbia gibt es im Sommer immer wieder verheerende Waldbrände, bei denen vor einigen Jahren sogar mehrere Dörfer verbrannt sind. An der Küste ist die Problematik nicht ganz so schlimm, nichts desto trotz stehen hier am Highway auch immer wieder Schilder die auf die Gefahren von Waldbränden hinweisen.

Neue Filmprojekte

Den nächsten Blogeintrag gibts, wenn alles klappt, als Videobotschaft. Nebenbei versuche ich weiterhin den 2. Teil des Kanada Films hochzuladen.

Freitag, 10. August 2012

Vom Angekommen sein

Zuletzt gab es hier ja viele Fotos und Videos, dafür umso weniger Text. Zeit also, mal wieder etwas von mir hören zu lassen.

Apropos Videos, es gibt mittlerweile einen weiteren Teil des Kanada-Films! Dieser ist etwas länger als der erste Teil und somit auch die Datei etwas größer. Zur Zeit kann ich den Film von hier aus leider nicht hochladen, da das Internet nirgends flott genug ist. Jaja das leidige Thema. In 2 Wochen werde ich mal wieder nach Vancouver fahren, ich hoffe es klappt dann! Haha, ganz schon fies von mir erst davon zu erzählen und dann doch nichts vorzuzeigen :)

Nix los, nüch schlimm

Aus beruflicher Sicht kann ich leider noch keine Erfolge verzeichnen. Mit den Projekten zieht sich alles in die Länge, ich hab von den entsprechenden Personen noch nichts gehört. Für mich persönlich ist das erst mal nicht weiter schlimm! Zugegeben, ich überarbeite mich hier nicht grade und nach einer wirklich stressigen Zeit zum Schluss in Osnabrück genieße ich es mittlerweile richtig mal ein bisschen draußen und weg von allem zu sein. Kanu fahren, wandern gehen, im nah gelegenen See schwimmen gehen, Rugby spielen. Abends gemütlich mit Blick auf Berge und Meer auf dem Balkon ein Bierchen trinken, zugegeben, es könnte schlimmer sein! Allerdings sitzt mit dieser blöde 30-seitige Bericht im Nacken, den ich zum Ende meiner Zeit hier abgegeben haben muss und da hab ich noch nicht so viel, worüber ich schreiben könnte. Aber um einfach mal ehrlich zu sein, im Moment ist mir das total Wurst. Ich weiß dafür jetzt, wie man Bier braut! Später dazu mehr. Dieses Praktikum war von Uni-Seite glaub ich dazu gedacht, die bisher gelernten Fähigkeiten in der Praxis anzuwenden und für die meisten Kommilitonen wird es überhaupt das erste Mal sein, in einem Planungsbüro oder sonstigen berufsständigen Institution zu arbeiten. Mein Praktikumsplatz taugt dafür nur sehr bedingt. Ich habe meine Mühen den Leuten hier überhaupt klar zu machen, was ich überhaupt studiere! Landschaftsentwicklung ist in Kanada noch ein Fremdwort. Bisher scheint meine Ansprechpartnerin hier davon ausgegangen zu sein, ich mache sowas wie Öko-Landschaftsbau, order irgendwas anderes. Selbst wenn mich jemand in Deutschland fragt, was ich überhaupt mache, ist das immer schon ein Akt das zu erklären, versuch das mal auf Englisch :-) Um diese Situation etwas zu vereinfachen werd ich mich alsbald nochmal mit dem Center Chef und der Managerin zusammensetzen und das genau erläutern.

Gut, also im Moment mach ich so allerlei fachfremde Dinge: Füttere unsere Krokodilschleiche, den giftigen Molch oder die Stichlinge im Aquarium, kümmere mich um das Außengelände und die Wanderwege rund um das Center, helfe (notdürftig, weil keine Ahnung) bei der Kinderbetreuung Mittwochs und arbeite an meinem Lieblings-Hass-Projekt: Tyner Park. Hab ich davon schon mal erzählt? Dieses verlotterte Grundstück, dessen einzige Bewohner abertausende Mücken sind die sich jedes Mal über ein gefundenes Fressen freuen, wenn wir auftauchen. Hier bin ich jetzt (oder bin ich nicht?) Master of Disaster und darf jede Woche mit einem der anderen rausfahren um da lauter sinnfreies Zeug zu unternehmen: Dornenbüsche zurückschneiden, oder rausreißen (die sofort wieder kommen), Bäume und Sträucher schneiden, oder auch nicht, da wir nur eine kaputte Astschere, eine rostige Säge und eine alte Harke haben :-) Naja also man kann die Zeit auch ganz gut damit rumkriegen Mücken zu ermorden. Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, ob die eine Ahnung haben, was sie dort wollen und vor allem wie sie das erreichen wollen. Gebt mir 'n bisschen Werkzeug, Motorsäge und einen Minibagger und man kann weiter reden. Die Kanadier haben eine lustige Art Dinge, die eigentlich keiner machen will, gut zu promoten: Die nennen das ganze Work-Party, stellen ein paar Getränke hin und bedanken sich dann für den Einsatz für die Community. Na gut, zur letzten Workparty in Tyner ist leider keiner gekommen, vielleicht lag es auch daran, das hier langes Wochenende war, die Work Party an einem Sonntagnachmittag stattfand und es über 30°C im Schatten waren. Da würd ich mich auch lieber an den Strand legen! Normalerweise muss man den Menschen hier aber zugutehalten, dass sie sich wirklich sehr für die Gemeinschaft engagieren. Fast jeder ist irgendwo als Volunteer aktiv, sei es für die Bücherei, eine Naturschutz-Organisation, ein Event oder Festival. Da haben die Menschen hier ein ganz anderes Selbstverständnis, was ich sehr beeindruckend finde. Auch gibt es hier eine wirklich gut funktionierende Nachbarschaft. Vielleicht ist das in Deutschland ähnlich, wenn auf so großem Land nur sehr wenige Menschen leben. Aber hier in Earls Cove, wo wirklich nur 10-15 Häuser stehen und sonst NICHTS ist, kennen sich die Menschen und fast jeden Abend kommt einer von den Nachbarn vorbei um ein bisschen zu quatschen oder den Hund spazieren zu gehen. Mittlerweile kenne ich die Menschen in der Gegend auch schon ganz gut und bin ab und zu dort, auch wenn Janet und John nicht da(bei) sind.

Einigen von euch hab ich ja von dem Hund erzählt, der hier am Anfang der Straße wohnt und immer laut bellend hinter mir her gelaufen ist, wenn ich auf dem Fahrrad vorbei kam. Mittlerweile kennen wir uns etwas besser und Tosch war ein einige Male hier zu besuch. Also ohne Fahrrad kennt er mich jetzt und hat akzeptiert, dass ich weder sein Territorium einnehmen möchte, noch sonst wie böse bin. Mein Fahrrad war bis gestern kaputt, jetzt geht es wieder und ich bin sehr gespannt ob er sich jetzt immer noch so verausgabt, wenn ich vorbei komme!

Die Geschichte mit dem Fahrrad ist kurz erzählt: Die Kette war gerissen und es ist am Arsch der Welt nicht so einfach, mal eben eine neue zu besorgen. Also hab ich einen von den anderen Center Menschen gefragt, ob er mir aus Sechelt eine mitbringen kann. Hab alles aufgeschrieben und Quinn hat dann sogar eine mitgebracht. Dummerweise fehlte das Kettenschloss um beide Kettenenden zu verbinden. So ist John freundlicherweise nochmal an dem Laden vorbei gefahren um dieses kleine Teil zu besorgen. Jetzt ist alles wieder montiert und ich kann wieder durch die Berge radeln.

Leisure Time

In den letzten Tagen hatte ich etwas frei und Zeit mich etwas besser mit der Gegend vertraut zu machen. Hier oben fängt zum Beispiel der Suncoaster Trail an. Eine 80km lange Wanderroute entlang der Sunshine Coast bis nach Gibsons (sagt wohl keinem was, ist das südliche Ende der Coast). Den ersten Abschnitt bin ich dann gestern mal gelaufen. Johanna ich sag dir, Herr Petermann hätte seine wahre Freude! Gut ausgebauter Wanderweg, gute Beschilderung, es gibt Unterkünfte entlang der Route und so weiter :) Es ging steil bergauf, um ein paar Seen und dann wieder über eine andere Route zurück nach Earls Cove. War gut ein paar Stunden unterwegs, aber es hat sich gelohnt. Fotos sind im Album Sunshine Coast. Gestern bin ich dann mit ein paar Senioren aus der Nachbarschaft noch eine andere Tour gegangen. Hoch auf den Mt. Daniel in der Nähe von Garden Bay (sagt wieder keinem was, ist in der Nähe von Madeira Park). 500m bergauf in weniger als einer Stunde. Also, ich weiß nicht wie fit ihr seid, aber ich war ziemlich fertig als ich oben war! Und diese rüstigen Rentner machen 2x in der Woche so eine Tour und sind den Berg nahezu hochgesprintet! Die Aussicht von oben auf Pender Harbor (=Madeira Park, Garden Bay, Kleindale) war aber phänomenal! Auch dieses Vergnügen teile ich mit euch im Sunshine Coast Fotoalbum.

Ein Vergnügen der anderen Art gab es heute Abend, ich hab nämlich mit John Bier gebraut! :-) Gar nicht so dumm, was? Bier ist hier nämlich schweineteuer und es ist ganz legal sich sein eigenes zu brauen. John macht das schon seit den 80er Jahren hat er mir erzählt, damals hat er von Janet so ein Starterpaket bekommen und seit dem macht er das hin und wieder mal. Tolle Ehefrau, was? :-) Ich hab sowas noch nie gemacht, aber muss sagen so schwer ist das gar nicht! John hat ein schlaues Buch wo genau drin steht wie man das macht. Jetzt stehen hier ein großer Eimer mit 25 Litern Flüssigkeit, die in ein paar Wochen einmal Bier sein soll. Es riecht jetzt in der ganzen Bude nach einer Mischung aus Hopfen, Malz und... keine Ahnung, es riecht noch nicht nach Bier. Ok, es stinkt ein bisschen. Aber ich hab schon ein paar Flaschen seiner vorherigen Charge getrunken und muss sagen es schmeckt besser als die Plörre die man sonst hier bekommt. Fotos von unserer Brau-Party im Album Eals Cove!


 
Ach apropos Lebensmittel, ich hab jetzt einen Käse gefunden der schmeckt! Steht Mozzarella drauf, aber ich sag euch, die Kanadier haben keine Ahnung was richtiger Mozzarella ist! Der hier hat mehr die Konsistenz wie ein Gouda und schmeckt auch eher so. Ein halbes Kg kostet 10€, das ist kein schlechter Deal in Kanada.

Bioblitz

Ab morgen und das kommende Wochenende muss ich wieder arbeiten. Am Wochenende ist hier ein großes Event: Das nennt sich BioBlitz, dabei werden 24h lang alles an Wildlife in der Umgebung gezählt und bestimmt. Es kommen dann Experten für Pflanzen, Vögel, Insekten und was weiß ich nicht alles. Nebenbei findet ein Rahmenprogramm mit Familienaktivitäten, BBQ, Livemusik und so weiter statt. Die anderen Studenten und ich werden wahrscheinlich leider nicht so viel dran teilnehmen können, sondern hauptsächlich das ganze Event arbeitstechnisch unterstützen. Aber es wird bestimmt trotzdem ganz lustig :) Abends findet u.a. eine Fledermausaktion statt, also fangen, bestimmen und wieder frei lassen, dann eine frühmorgendliche Wanderung um Vögel zu sehen, es fährt sogar ein Boot aufs Meer raus um ein paar Meerestiere mit zu bringen die wir dann so lange in Aquarien unterbringen.
Soweit erst mal die Neuigkeiten aus Kanada. Schreibt mal ein paar nette Kommentare, damit ich weiß, dass der Blog noch gelesen wird :)

Montag, 6. August 2012

Kanada Film - Teil 1



Kanada Film - Teil 1: Flug und Vancouver

Samstag, 4. August 2012

Geänderte Adresse

...mal wieder. Jetzt aber wirklich endgültig :-) Die Ecke hier gehört posttechnisch noch zu Madeira Park und nicht (wie ich erst annahm) zu Egmont. Deswegen jetzt nochmal eine neue Postleitzahl und Stadt. Die aktuelle Adresse wie immer rechts in der Spalte.
Hier noch ein Foto von meinem Weg zur Arbeit:

Sonntag, 29. Juli 2012

2. Woche in Kanada

Gut 14 Tage bin ich jetzt in Kanada. Mir kommt es vor, als wäre ich schon viel länger hier. Die Tage gehen unglaublich schnell rum, was wohl auch dafür spricht, dass hier keine Langeweile aufkommt.

Seit gestern fahre ich jetzt mit einem elektrisierten Fahrrad durch die Pampa. Bis zum Center sind es gute 20 Minuten, es muss ziemlich witzig aussehen mich darauf zu sehen, weil das Fahrrad viel zu klein, bzw. ich zu groß dafür bin. Naja auf jeden Fall tut es das Dingen und ich bin einen Tacken mehr selbstständig. Morgens bin ich meistens schon 2 Stunden vor Öffnung des Centers dort, eine Stunde bevor die anderen kommen. John ist immer so gegen halb 8 hier losgefahren und da ich meistens bei ihm mitgefahren bin war das ganz praktisch. Ich konnte dann im Center noch ein paar Emails schreiben und in Ruhe ein paar Dinge erledigen. Das Internet dort funktionierte in den letzten Tagen ganz gut und ich konnte mich sogar über ein paar Podcasts über die Nachrichten aus Deutschland auf dem laufenden halten. Ein TV Gerät hab ich hier nicht, das ist eigentlich auch nicht weiter schlimm. Gestern hab ich mit Janet und John die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele gesehen. Das muss wohl erst mal reichen für die nächsten Tage :)

Neue Aufgaben

Auf der Arbeit habe ich jetzt nach einem Gespräch mit Nadi, der Center Managerin einen ungefähren Plan von dem, was ich jetzt die nächsten Wochen machen werde. Als erstes mal um die 40 Fledermauskästen bauen, die sollen dann später zum Teil auf dem Gelände aufgehängt und zum Teil verkauft werden. Dann werde ich aller Voraussicht nach einen Tag in der Woche für das Sunshine Coast Wildlife Project arbeiten und dort mit Schildkröten, Fledermäusen oder anderen Tierchen zu tun haben. Ein weiteres Großprojekt an dem ich beteiligt sein werde ist Tyner Biodiversity Park, ein verwahrlostes Grundstück bei Madeira Park soll in einen Park mit vielen einheimischen Pflanzen umgewandelt werden. D.h. sowohl theoretische Planung wie das ganze geschehen soll, als auch tatkräftig mit anpacken um Dornenbüsche und anderes lästiges Zeugs zu entfernen. Alles von Hand versteht sich, wir sind ja schließlich ein Öko-Verein :-) Von diesem Unternehmen bin ich wie man hört noch nicht ganz so angetan, vielleicht kann ich es aber gebrauchen um meinen Bericht hinterher darüber zu schreiben. Einen weiteren Tag in der Woche werde ich dann mit Umweltbildung im Center verbringen und da den Kids Club oder Workshops unterstützen. Bleibt noch ein weiter Tag um sich dann mit der Renaturierung der Feuchtgebiete zu beschäftigen. Klingt alles irgendwie nach viel Arbeit, dafür das ich hier nur ein bisschen Urlaub machen wollte :-) Ich habe schon gut Überstunden angehäuft in den 2 Wochen und hoffe die dann bald mal abfeiern zu können.

Kajak Tour

Dieses Wochenende hab ich zufälliger Weise frei, das muss nicht immer so sein, da das Center sieben Tage in der Woche auf hat und Schichten deswegen immer so nach Bedarf verteilt werden. Wie auch immer, hab dann heute mal ein bisschen Rasen gemäht hier und bin dann mit John auf eine kleine Kajak-Expedition gegangen! Die beiden Boote hatte er erst vor kurzen von einem Nachbarn abgekauft. Wir sind bei Flut losgepaddelt, die Wellen waren relativ niedrig, nichts desto trotz mussten wir am Anfang ganz schön gegen den Wind ankämpfen. Erst ging es die Küste entlang Richtung Nord-Osten. Immer entlang der felsigen Steilküste. Die Aussicht war wirklich beeindruckend! Plötzlich tauchten nicht weit von uns ein paar Seehunde auf und haben interessiert geguckt. Die waren aber leider auch genauso schnell wieder weg wie sie gekommen waren. Eigentlich wollten wir dann einmal quer durch die Passage nach Nelson Island rüber. Parallel zu uns fuhr aber ein langer Schleppverband mit Unmengen an Holzstämmen, an dem wir anfangs gar nicht vorbei gekommen sind. Diese Methode des Holztransportes ist hier weit verbreitet. Oft sieht man diese überdimensionalen Flöße auch auf Flüssen wie dem Thompson River oder dem Fraser River. In Vancouver gibt es dann eine große Bucht wo das Holz dann weiter verarbeitet wird. Später sind wir dann doch noch rüber nach Nelson Island und haben dort sogar einen Weißkopfseeadler gesehen. Ich hatte meine GoPro mit, kann aber noch nicht sagen ob ich ihn mit drauf hab :) Nach ein paar Stunden waren wir dann wieder zurück an unserem kleinen Hausstrand. Kajak fahren ist in Kanada immer ein Highlight, man sieht die Landschaft aus einer ganz anderen Perspektive und oft auch viele Tiere.


 

Mittwoch, 25. Juli 2012

Sunshine Coast News Report

Seit meinem letzten Blogeintrag sind gefühlt Wochen vergangen! Ich fange an Dinge zu vergessen die ich unbedingt aufschreiben wollte, deswegen wird es jetzt höchste Zeit dies zu tun!

Mittlerweile hab ich mich ganz gut eingelebt hier und die anfänglichen Probleme sind, naja sagen wir sie sind noch da, aber irgendwie auch wieder halb so wild. Ich lebe immer noch unmotorisiert und bin auf andere Leute angewiesen die mich hin und wieder mal mitnehmen. Das klappt aber insoweit ganz gut, als das John sowieso jeden Morgen am Center (Iris Griffith Centre, Besucherzentrum der Ruby Lake Lagoon Nature Reserve Society) vorbei fährt und mich dann dort absetzen kann. Das ist dann meistens so um 8 Uhr morgens, dann ist noch keiner da und ich kann in Ruhe mal ins Internet (wenns denn welches gibt!) oder sonstigen kram erledigen, die meisten anderen kommen erst so gegen 9 Uhr. Bisher ist der Deal das ich jetzt 8h /Tag für 4 Tage/ Woche arbeite. Das kann sich aber noch ändern. Meine freien Tage weiß ich meistens erst ne Woche vorher, es heißt also das ich nicht automatisch am Wochenende frei habe, sondern u.U. auch schon mal in der Woche. Abends fahre ich dann auch entweder mit John zurück oder eine/r der anderen Summer Students fährt mich eben zurück. Ab morgen habe ich evtl. endlich ein Fahrrad, oh Gott dann beginnt die Strampelei!

Am Sonntag war hier das Jahrestreffen aller Mitglieder der Lagoon Society, leider ist das total ins Wasser gefallen weil es den ganzen Tag geschüttet hat. Wir hatten trotzdem ein großes BBQ und es gab viel zu essen (yeah!). Nebenbei hab ich noch 2 Menschen vom Sunshine Coast Wildlife Project kennengelernt, die wohl demnächst ein paar Sachen zum Thema Schildkröten und Fledermäuse machen und ich hoffe mal in eins der Projekte mit reinzukommen.

Das mit dem Internet ist so eine andere Sache hier, abends kann ich hier ab und zu Johns Webstick an meinen Laptop anschließen, da er jedoch nur begrenzten Traffic hat, kann ich von hier aus keine Bilder etc. hochladen. Im Center ist das Internet meistens seeehr langsam, manchmal funktioniert es auch garnicht. Ich werde aber versuchen mal wieder ein paar Fotos ins Netz zu stellen. Ich filme auch weiterhin fleißig, davon habt ihr jetzt erstmal nicht so viel, aber ein Film wird kommen.

An das Abgeschieden sein hab ich mich auch ganz gut gewöhnt. Die anderen Summer Students wohnen in Garden Bay, das ist so 30km entfernt. Deswegen ist das mit Abends mal aufn Bierchen treffen eher schwierig. Ich bin häufig bei Janet und John und abends quatschen wir und trinken ein (von John selbstgebrautes!) Bier oder Wein. Man erfährt so eine ganze Menge über die Gegend hier, über das was die Menschen hier so bewegt und auch Alltägliches. John arbeitet für BC Hydro, den lokalen Strom- und Wasserversorger, er kümmert sich dort um Telekommunikationseinrichtungen und irgendetwas mit den Stromleitungen. Auf jeden Fall ist er viel unterwegs hier, an manche Orte gelangt man nur mit dem Hubschrauber, er hat mir da ein paar interessante Fotos gezeigt. In nächster Zeit geht's auch mal rüber nach Nelson Island. Der Bootstrip darüber muss unglaublich schön sein und evtl. besteht die Möglichkeit das ich da mal mit rüber kann. Das wäre natürlich noch besser :)

Janet arbeitet nicht mehr, ich hab auch noch nicht rausgefunden was sie mal gemacht hat. Dafür weiß ich das sie halb Finnin ist. Die beiden sind wirklich total nett und freundlich. Gestern durfte ich mal für einen Tag das Auto haben und hab n kleinen Ausflug gemacht. Mit John hab ich schon einiges im Garten gemacht, er bastelt nebenbei auch noch an einem alten VW Bulli rum, den er wieder fertig machen will.

Wildlife

Mit das großartigste an Kanada ist die unglaubliche Vielfalt an Tieren die man hier ganz beiläufig zu Gesicht bekommt. Vor meiner Hütte grasen öfters Viecher, die hier Deer genannt werden. Die sind etwas größer und fetter als Rehe, weiß gar nicht wie die bei uns heißen. Außerdem gibt es hier ziemlich viele Kolibris (Fotos!)! Das hat mich am Anfang echt gewundert. Aber in 2 Wochen sollen die wohl die Abreise Richtung Mexiko antreten. Auf der Straße bin ich gestern einem Truthahngeier (Turkey Vulture) begegnet, mit 2m Spannweite ziemlich groß das Tier! Achjaaa einen Weißkopfseeadler gabs auch schon! Leider ziemlich weit weg, aber ich hoffe weitere zu sehen. Vor 2 Tagen waren wir an einem See, dem North Lake schwimmen, da gabs unter anderem einen Bieber und Schildkröten zu sehen. Das Wasser ist einigermaßen warm gewesen und nach dem Schwimmen haben wir noch aufm Steg in der Abendsonne gesessen (auch wieder Fotos!).

Schlangen (Gardener Snake oder so? Auf jeden Fall harmlos) und Echsen (Alligator Lizard) gibts hier ebenfalls recht häufig. Das einzige was jetzt noch fehlt ist der Schwarzbär der hier ab und zu rumläuft und natürlich Orcas! Die sind in der Bucht hier vor Earls Cove aber eher selten, da die Bucht weit ins Innenland reicht.

Ja, was gibt es sonst noch neues? Das Wetter? Das ist hier relativ unspektakulär, meistens ist es bewölkt, hin und wieder regnet es oder es scheint die Sonne. Meistens ist es aber mit 20-24°C recht warm dabei (Freut die Mücken! Wenn diese Viecher nicht wären, könnte man hier abends noch echt schön lange aufm Deck sitzen, so läuft man aber leider Gefahr von denen aufgefressen zu werden). Wahrscheinlich habe ich jetzt noch ein paar Sachen vergessen, die ich eigentlich schreiben wollte. Die kommen dann einfach in den nächsten Eintrag.

Jetzt grade ist es recht schön sonnig und ich sitze auf Janet & Johns Terasse und genieße den Ausblick aufs Meer. Von hier aus Viele Grüße!



27.07.2012 - Nachtrag: Lange hats ja nicht gedauert! Gestern Abend hab ich dann auch endlich den, oder besser gesagt einen der Schwarzbären gesehen, die sich um Earls Cove aufhalten. Alles mit ausreichender Entfernung vom Balkon aus. Dieser Bär war noch relativ jung, aber trotzdem schon ziemlich groß! Er ist in einigen Metern Entfernung vorbei gelaufen und kam dann eine halbe Stunde später nochmal zurück. Kamera hatte ich natürlich genau dann nicht dabei. Aber vielleicht bekomme ich ja nochmal einen vor die Linse.

Im Album Earls Cove sind dafür viele neue Fotos zu sehen! 

Mittwoch, 18. Juli 2012

Ankunft in Earls Cove

Achtung! Adressänderung! Bitte dringend beachten, dass sich meine Haus Nr. geändert hat. Dies bitte bei Briefen etc. berücksichtigen! Die richtige Adresse steht rechts.

Ankunft in Vancouver

Die Ankunft in Vancouver verlief insgesamt sehr entspannt. Ich war so froh endlich aus dem Flieger raus zu kommen, das hatte gleich mehrere Gründe: Zum einen saß ich ganz außen am Fenster, hatte daher das Glück viel sehen zu können, leider saß auf dem Sitz zum Gang irgend so ein Pakistani der die ganze Zeit nur geschlafen hat und in der Mitte ein griesgrämiger älterer Mann, ich schätze mal Arzt oder Professor, da er die ganze Zeit nur Neurobiologietexte und Forschungsberichte über Alzheimer gelesen hat. Auf jeden Fall war dieser weder gesprächig noch sonst irgendwie von witzigem Antlitz. Auf Grund dieser 2 Persönlichkeiten habe ich es vorgezogen während des ganzen Fluges nicht aufzustehen. Des weiteren bin ich glaub ich selten mit so einem versifften Flieger geflogen. Die 747 kann noch nicht soo alt gewesen sein, trotzdem war an der Lüftung schon Zentimeterdick Staub oder Schimmel, die Fenster von irgendwelchen Vornasen fettig und das weiße Plastik eher Fingerpatschig-braun. Legga!

Daher also große Freude in Vancouver wieder festen Boden unter den Füßen gehabt zu haben. Der Grenzofficer wollte dieses mal ziemlich genau wissen was ich denn in Kanada vorhabe, ob ich genug Geld und ein Rückflugticket habe. Scheinbar war ich überzeugend genug auf jeden Fall hab ich dann so 'n Stempel bekommen auf dem eigentlich nix draufsteht. Ich gehe mal davon aus das das reicht für die nächsten Monate.

Mit neu gebautem Sky Train ging es dann in die Stadt. Das ist sowas wie eine Magnet-Staßen-U-Bahn, nur ohne Magnet und das sie nicht auf Straßen fährt. Ok vielleicht mehr eine S-Bahn, oder S-U-Bahn. Wie auch immer, die letzten Meter die mitm Bus ging es zum Hostel. Wie Videotechnisch am gleichen Abend noch verkündet war mir das Bett bereits gut bekannt, zu meiner größten Freude war dieses mal kein spielsüchtiger Obdachloser im Bett unter mir (wer die Story nicht kennt, bitte mal nach dem 1. Eintrag aus Kanada im Februar 2008 gucken!)

Am Sonntag war ich Jetlag sei Dank schon um 05:30 Uhr wach. Das Wetter war ziemlich bescheiden. Es hat den ganzen Tag geregnet und gewittert. Später wurde es dann ein bisschen besser. Ich bin dann zum Granville Island Public Market gegangen, später dann noch durch Downtown und hab den Tag dann so ganz gut rumbekommen. Später war noch eine ganze Menge los in der Stadt, mit Musik und Straßenkünstlern, das machen die wohl im Sommer jedes Wochenende. Ich hab viel gefilmt und auch wieder ein kleines Interview mit mir selbst gemacht. Warum ihr das an dieser Stelle nicht sehen könnt, dazu später mehr.

Soo am Montag sollte es dann weitergehen, bzw. ging es auch. Der Plan sah ja vor erst eine kanadische SIM-Karte zu besorgen und sich dann langsam auf den Weg zur Fähre zu machen. Das mit der SIM Karte ist ziemlich schnell gestorben. Kanada ist was Handytarife angeht echt noch Entwicklungsland! Die Kosten für Prepaid sind exorbitant unverschämt hoch. Erstmal 60€ Aktivierungsgebühr, dann 0,36€ Minutenpreis (für innerhalb Kanadas!) von SMS und Ausland ganz zu schweigen. Ausserdem mindstens 18€ Umsatz im Monat. Nein danke! Dafür kann ich ja besser stundenlang über das deutsche Handy nach Hause telefonieren.

Mit der Fähre ging es dann hoch nach Langdale. Ich hab wieder viel gefilmt, warum ihr das an dieser Stelle nicht sehen könnt, dazu später mehr. Janet hat mich dann abgeholt, das hat alles gut geklappt. Janet ist schon mehr eine Person von witzigem Antlitz. Sie ist ziemlich klein und ääh, kompakt. Dafür redet sie sehr gerne und ist insgesamt eine Mischung aus ziemlich gemütlich und etwas hibbelig. Nach diversen Einkaufsstops auf dem Weg nach Earls Cove habe ich dann hier auch John kennengelernt. John ist ein bisschen das Gegenteil von Janet, ok groß ist er auch nicht, aber dafür redet er wesentlich weniger. Trotzdem ein ganz netter Kerl soweit ich das einschätzen kann. Beide kümmern sich wirklich sehr nett um mich und fragen immer ob alles ok ist und sind insgesamt sehr zuvorkommend.

Ankommen in Earls Cove

Earls Cove ist glaube ich das Bielefeld Kanadas. Es gibt diesen Ort nämlich gar nicht. Nicht das es einfach nur ein kleiner Ort ist, nein es ist kein Ort. Warum hat man 10 Häusern einen Namen gegeben? Warum steht auf Karten überhaupt irgendwas, und warum hat man es nicht einfach weggelassen? Dieser nicht-Ort ist eine Ansammlung von überwiegend Wochenendhäusern, mitten im Nichts. Ich glaube noch hinter dem Nichts. Man wundert sich von Zeit zu Zeit das noch Autos vorbei kommen die mit der Fähre noch weiter ins Nichts wollen. Dies ist glaube ich das Ende der Zivilisation und damit kommen wir nun zum nicht so schönen Teil der Geschichte.

Man mag von hin und wieder das Gefühl haben, mal raus zu müssen. Irgendwo, ins Nichts. Ich hatte dieses Bedürfnis nicht so dringend, trotzdem habe ich jetzt das zweifelhafte Vergnügen. Es ist sowas von abgeschieden Einsam hier. Das für mich zur Zeit unangenehmste ist aber das Abgehängt sein von der restlichen Welt da draußen. Ich hab Isa versprochen, mich wo es geht mich wirklich häufig zu melden, und auch mal zu skypen und notfalls halt SMSen zu verschicken. Nichts von alledem wird wahrscheinlich möglich sein. Es gibt hier oben kein Handy Netz. Weder hier, noch bei meiner Arbeit. Dass es so krass ist habe ich nicht erwartet, ich dachte wenigstens am Center (Iris Griffith Nature Reserve bla bla bla Center, meine Arbeitsstätte) gibt es Handynetz und auch Internet. Da sind wir beim nächsten Problem: Meine einzige potenzielle Internetquelle ist zur Zeit der Webstick von Johns Arbeits-Laptop. John ist natürlich nur abends hier und ich will ihm nicht aufn Sack gehen wegen Internet, außerdem ist der Zugang so langsam, das außer ein bisschen Text in den Blog zu laden, ich wohl weder Fotos, geschweige denn Videos hochladen kann. Das grenzt meine World Wide Web Möglichkeiten extrem ein. Am Center gibt es wohl theoretisch auch einen Internet Zugang, der ist aber noch langsamer, so dass sich die meisten Websites gar nicht erst öffnen lassen.

Kurz um ich sitze total auf dem Trockenen hier und das macht mich ein bissen traurig, grade wegen ein paar Menschen mit denen ein regelmäßiger Austausch wirklich ganz schön wäre. Ich hoffe das sich ein paar Dinge noch irgendwie regeln lassen aber im Moment weiß ich noch nicht wie das diesbezüglich weiter geht.

Meine Hütte ist alles in allem wirklich ganz nett, relativ groß und auch einigermaßen gut ausgestattet. Ich komme mir ein bisschen vor wie in den 70ern, weil hier alles mit Liebe zum Detail originalgetreu wieder hergerichtet ist... Moment, vielleicht hat sich hier auch einfach seit 40 Jahren nichts verändert? Ich lade irgendwann mal ein Foto vom dem Herd hier hoch, da dürften bei der Generation 50+ Kindheitserinnerungen wach werden! Das Dingen muss so unglaublich viel Strom fressen! Die Armaturen sehen aus wie in nem Oldtimer und bei der Bedienung hat man das Gefühl eine wirklich große Maschine zu bedienen! Ihr müsstet das mal alles sehen hier, man weiß nicht ob man erschrocken wie alt, begeistert weil so alt oder verblüfft das man sowas heutzutage noch findet sein soll.

Das Center

Ich hatte heute meinen ersten Arbeitstag. Janet hat mich hingefahren, John später wieder abgeholt. Das Center ist so ca. 6km von hier entfernt. Die Straßen gehen rauf und runter, sind sehr kurvig und warum ich das erzähle, dazu später wieder mehr. Hab ich bereits erwähnt, das dieser Blogeintrag etwas länger wird? Keine Sorge, dafür wird es auch nicht ganz so viele Einträge geben. Im Center warteten schon die 4 anderen Summer Students, 3 Mädels und ein Kerl, alle so um die 20-22 Jahre schätze ich mal. Die 4 sind alle ganz nett, soweit man das nach einem Tag schon sagen kann.

Das Center liegt etwas abseits entlang des Highways, an einem der vielen Seen und ist ungefähr so groß wie ein Einfamilienhaus. Was ich die nächsten Monate dort tun werde, das ist mir heute noch absolut nicht klar geworden. Na klar es war der erste Tag, aber nicht nur ich, sondern auch die anderen haben regelrecht nach Arbeit oder einer Beschäftigung gesucht. Wir haben dann erst ein bisschen Pflanzen zurück geschnitten, dann ein paar Aquarien sauber gemacht, die Fische und Lurche gefüttert, die Kinderbespaßung für morgen geplant und sind zum Schluss noch ne Runde mit nem Kanu über den Sumpf da gepaddelt. Hoffentlich finde ich Gefallen an diesen Sachen, denn das wird mich die nächsten Monate beschäftigen.

Noch hab ich ein bisschen die Hoffnung, dass ich all das nur aufgrund meiner spießigen deutschen Einstellung so kritisch sehe und mich erst mal wieder an den kanadischen layed-back-Lifestyle gewöhnen muss. Das ging vor ein paar Jahren auch nicht von jetzt auf gleich, dafür hat man dann später in Deutschland auch ne gewisse Zeitlang auch große Vorteile. Es ist definitiv immer noch ein bisschen ein Kulturschock, auch wenn ich wusste was mich erwartet und diesbezüglich auch nichts anderes eingetroffen ist.

Mit ein paar Sachen habe ich aktuell noch zu kämpfen, das sind zum einen wie schon erwähnt die Abgeschiedenheit und die Nichtmöglichkeit sich mit vertrauten Menschen zu unterhalten. Dann ist das Leben hier einfach wahnsinnig teuer, ich hab für 2 Einkaufstüten mit Grundnahrungsmitteln fast 80€ ausgegeben (nur mal als Beispiel: Nutella 7,50€, 150g Käse 5€) und von dem allen werd ich nicht länger als ein paar Tage satt. Dann ist Transport aktuell noch ein schwieriges Thema. Hier oben fahren keine Busse. Bis zum Supermarkt sind es 25km. Ich weiß noch nicht wie ich demnächst zum Center und zurück kommen soll, da mich Janet und John natürlich nicht immer fahren können. Evtl. kann ich vielleicht ein Fahrrad bekommen, das ist jedoch aufgrund der Entfernung und der Straßen (rauf, runter, noch steiler rauf, wieder runter) schon fast an der Grenze des Machbaren. Ich hoffe diese Sachen werden sich in den nächsten Tagen und Wochen irgendwie ergeben und dann wird alles halb so wild. Ich schwanke zur Zeit immer zwischen Euphorie und vorsichtiger Zurückhaltung wie man vielleicht merkt.

Achso, eine ganz wichtige Sache noch. Meine Adresse ist 5462 Jervis Inlet Road! Nicht 5466, das steht zwar auf der Hütte hier drauf, allerdings gibt es hier keinen Postkasten. Als wichtig, bitte wenn, dann an die 5462 schicken.

Ok, ich weiß noch nicht wann ich das nächste mal was von mir hören lassen kann. Deswegen bitte nicht wundern, wenn es mal etwas länger dauert. SMSen kann ich vorraussichtlich auch erst demnächst wieder beantworten.

Freitag, 13. Juli 2012

Prolog

Noch 15 Stunden und es geht los. Nach langer Vorbereitung und einer zuletzt stressigen Uni-Zeit jetzt endlich Kanada. Dieser 14.07. kam zum Schluss ziemlich schnell und ähnlich wie vor vier Jahren kommt die Nervosität erst wieder ganz zum Schluss. So ungefähr beim Tasche packen. Eine Mischung aus Anspannung, Ungeduld, Aufregung, Neugier, geladen sein, entspannt sein, Vorfreude und ein bisschen auch eine angenehme Verunsicherung. 

Rückblickend auf die letzten Tage und Wochen ist vieles mit Sicherheit zu kurz gekommen. Besuche in Essen, Freunde im Ruhrgebiet und in Osnabrück, sogar der Kletterwald. Klausuren, Projekte, Modelle und Prüfungen haben ihren Teil dazu beigetragen und ich bin wirklich froh alle Arbeiten erledigt zu haben. Ein bisschen Wehmut ist jetzt trotzdem auch dabei, grade auch beim Kletterwald wo ich viel und oft gearbeitet und nicht zuletzt auch viel Freizeit verbracht habe. In der laufenden Saison wird sich mit Sicherheit noch viel tun, wie immer werden neue Mitarbeiter kommen und es werden Leute gehen. Ich hoffe aber, die alte Crew auch in der nächsten Saison wieder dabei zu haben (und wer wegzieht, darf uns dann gefälligst regelmäßig besuchen kommen). 

Die Erinnerung an Kanada war lange ein abgeschlossenes Kapitel. Ein Anfang, ein Ende und vieles was blieb. Jetzt ist es, als würde ich dieses Buch wieder aufmachen, da weiter schreiben wo der letzte Satz schon ein paar Jahre her ist. Dieser Aufenthalt wird mit Sicherheit anders, vieles dürfte schon bekannt sein und auch das Abenteuer, ein Jahr ins völlig ungewisse zu gehen, sieht dieses mal etwas anders aus. "Kanada light"? Wohl eher nicht, auch dieses mal gibt es viel Neues, und spätestens bei dem geplanten Roadtrip im September werd ich wieder viel rumkommen. 

 Die letzten Sachen sind gepackt, morgen Vormittag gehts dann zum Flughafen nach Düsseldorf. Ich hoffe euch von Earls Cove oder Madeira Park aus auf dem laufenden zu halten und freue mich natürlich ohne Frage auch was von euch zu hören.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Back to the Roots

Die Zeit bis zum Abflug rückt näher! Und mit jeder Email aus Kanada wird deutlicher, dass es bald los geht.
Nach Ankunft in Vancouver werde ich dort erstmal 2 Tage bleiben, mich an die 9 Stunden Zeitverschiebung gewöhnen und ein paar organisatorische Dinge wie kanadische Handy-Karte und ähnliches erledigen. Anschließend geht es dann nach Madeira Park, bzw. Earls Cove, dem kleinen Ort in dem ich die nächsten Monate leben werde. Seit ein paar Tagen weiß ich jetzt auch wie genau: Die Hütte hat 2 Schlafräume, ein Bad und ein Wohnzimmer. Sogar eine Waschmaschine gibt es :-) Auf dem Grundstück steht auch noch eine Holzsauna.



Earls Cove liegt an der Nordspitze der Seychelt Halbinsel an der Sunshine Coast und ist sehr abgelegen. Zwar auf dem Festland gelegen, gibt es jedoch keine Überland-Straßenverbindung hier hin, so das man erst mit der Fähre von Vancouver nach Langdale übersetzen muss, anschließend geht es entlang der Küste der Strait of Georgia immer Richtung Norden. Der Ort selbst besteht nur aus ein paar wenigen Hütten und einem weiteren Fähr-Terminal von dem man Richtung Powel River gelangt. Die Straße zu diesem Hafen ist wohl das prägenste an Earls Cove. Weit und breit gibt es nur ausgedehnte Regenwälder und gleich hinter der Pazifik Küste gehen die Berge bis auf über 3000m. Es gibt tausende kleiner Inseln und zahlreiche Buchten, Passagen und Seen. In dieser Gegend wurde auch Filme wie Free Willy oder Twighlight gedreht.
Meine Hütte liegt nur wenige Meter hinterm Strand, hier gibts einene Übersicht bei Google Maps:



Aufgrund der Abgeschiedenheit und den wenigen Bewohnern hier gibt es auch keine besonders gute technische Infrastruktur. So hat das Gebiet keine Handynetz-Abdeckung, von WLAN mal ganz zu schweigen. Ich konnte noch nicht in Erfahrung bringen ob es irgendwo einen Internetzugang gibt. Es wird ein Trip Back to the Roots im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin gespannt wie es wird damit klar zu kommen. Keine Youtube Videos wenn einem langweilig ist, kein Facebook, kein Chat, keine neue Musik. Stattdessen Stift und Papier und freuen wenn ein richtiger Brief im Kasten liegt. Die Adresse hab ich vorsichtshalber schon mal rechts oben hinterlegt :-)

Das Ruby Lake Nature Reserve Center wo ich arbeiten werde ist einige Kilometer entfernt. Ich hab noch absolut keine Ahnung wie ich jeden Tag dahin und zurück kommen werde. Aber dafür wird sich bestimmt vor Ort eine Lösung finden.

Canada Movie Project

Für den Fall der Fälle das mir arg langweilig werden sollte, plane ich meine GoPro Kamera mitzunehmen.
Während meines letzten Kanada Aufenthaltes habe ich zwischendurch immer wieder kleine Film- und Videoaufnahmen gemacht und diese dann zu kurzen Filmen zusammengeschnitten. Mit der passenden Musik wurden daraus dann kleine Trailer welche den Text-Blog dann um ein paar bewegte Bilder erweitert haben. Auch dieses mal soll es wieder einen, oder vielleicht auch mehrere Filme oder sogar eine Art Video-Blog geben. Es hängt immer ein bisschen davon ab wie regelmäßig ich Zugang zum World Wide Web haben werde.
Damit man in Deutschland in der Lage sein wird diese Videos zu sehen hier noch ein kleiner Hinweis:
Dummerweise ist sämtliche Musik (z.B. in Youtube Videos) ja heute urheberrechtlich geschützt und die Rechteverwerter sind hinterher dies nach Möglichkeit überall einzuklagen. Die alten Clips, welche ich auf Youtube hochgeladen habe sind zur Zeit fast alle in Deutschland nicht verfügbar, oder die Tonspur wurde stumm geschaltet. Es gibt hier jedoch eine einfache Möglichkeit, in Deutschland durch die GEMA gesperrte Videos doch zu sehen: Dafür braucht man den Mozilla Firefox und ein kleines kostenloses Add-On namens ProxTube. Dieses umgeht die Sperre und man kann die Videos ganz normal anschauen.
So öffne man doch bitte den Firefox und gehe auf folgende Website: www.ProxTube.com Anschließend auf den Button "Installiere ProxTube für Firefox" und den Anweisungen folgen. Nach erfolgeicher Installation entsperrt das Programm Videos dann automatisch. Bei eventuellen Nachfragen seitens des Programmes diesen einfach zustimmen.
Jetzt sollten zumindest einige meiner alten Clips wieder funktionieren. Die Links zu den Videos findet ihr rechts in der Spalte.
Auf Dauer suche ich noch einer bequemeren Möglichkeit die Clips öffentlich zu machen, bis dahin geht es vielleicht erstmal so.


Es sind noch 37 Tage bis zum Abflug und bis dahin sind noch eine Menge Klausuren, Projekte und Abgaben für die Uni zu stemmen, so dass ich zur Zeit kaum dazu komme mich um irgendetwas anderes zu kümmern. Zur Zeit kommt mir alles immernoch sehr weit weg vor, aber das wird sich jetzt um so schneller ändern...

Mittwoch, 1. Februar 2012

Going back...

Jetzt geht alles Schlag auf Schlag! Nachdem mir bisher eigentlich keiner meiner Dozenten sagen konnte, von wann bis wann wir eigentlich weg bleiben dürfen, hatte ich heute einige erkenntnissbringende Gespräche! Mit den neuen Informationen und dem gewissem Druck im Nacken, den Flug möglichst schnell zu buchen damit dieser nicht noch teurer wird, habe ich dann heute Nägel mit Köpfen gemacht und British Airways um schlappe tausend Euro bereichert. Ich fliege jetzt am Samstag, 14. Juli von Düsseldorf via London nach Vancouver.
So richtig begriffen habe ich diese weitreichende Entscheidung noch nicht, dafür ging es zum Schluss einfach viel zu schnell und dafür liegt die Reise auch noch zu weit in der Zukunft.


Die Idee für dieses Praktikum nach Kanada zu gehen kam sehr schnell, noch bevor ich darüber nachgedacht habe wo es sich in Deutschland etwa lohnen könnte. Es gab auch keinen Plan B, für den Fall das es jetzt eine Absage gegeben hätte. Viele Kommilitonen haben bereits Stellen, so dass es evtl. garnicht so einfach gewesen wäre hier etwas zu bekommen. Aber mit viel Glück hat es gleich bei der ersten Anfrage in Kanada geklappt!

Als nächstes geht es darum den Aufenthalt etwas kostengünstiger zu gestalten. Zwei verschiedene Stipendien kommen in Frage, eines der Hochschule selbst ist wohl relativ einfach zu bekommen, für das der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) brauche ich noch haufenweise Unterlagen die es jetzt zu besorgen gilt. Ich hoffe mal das das auch noch klappt :-)

Montag, 30. Januar 2012

Who would have thought...

3 Jahre, 11 Monate und 9 Tage.

So lange ist es her das ich in Frankfurt in ein Flugzeug gestiegen und einige Stunden später in Vancouver gelandet bin. Was folgte war ein unvergessliches Jahr zwischen British Columbia und Nova Scotia, zwischen den Rocky Mountains und den Sandstränden Californiens, einmal kreuz und quer durch Nordamerika. Diese Zeit war zweifelsohne prägend und auch fast 3 Jahre nach Kanada denke ich noch unglaublich oft daran zurück. Zu vielen Menschen aus diesem Jahr habe ich noch guten Kontakt, in Deutschland, Kanada und anderen Teilen der Welt.

Oft habe ich schon daran gedacht wieder mal zurück zu gehen, jetzt scheint dies tatsächlich zu geschehen :-)

Im Rahmen meines Studiums muss im 5. Semester ein mehrmonatiges Pflichtpraktikum in einer berufsständischen Organisation absolviert werden. Dies ist dazu gedacht etwas berufserfahrung zu sammeln und das bisher gelernte anzuwenden. Welch besseren Ort könnte es für einen Landschaftsentwickler geben, als die riesige Weite Kanadas? Gesagt getan! Internet Recherche, alte Wwoofer-Hefte durchgesehen, eMails geschrieben und ein paar Leute gefragt. Irgendwann bin ich dann zufällig auf ein kleines Dorf an der Westküste von BC gestoßen. Ca. 3 Stunden nördlich von Vancouver liegt Madeira Park, nochmal einige Kilometer weiter die Küste rauf befindet sich dann das Center der Ruby Lake Lagoon Society. Einer privaten Umweltbildungs- und Forschungseinrichtung. Nach einem ersten kurzen Telefonat passierte erstmal nicht viel weiter. Man wollte sich meine Unterlagen durchsehen und dann mal melden. Das ganze hat fast 2 Monate gedauert. In Deutschland etwas unüblich, in Kanada dafür umso mehr verbreitet ist das einholen von Referencen bei ehemaligen Arbeitgebern. Also musste ich auch erstmal mit selbigen die ich in Kanada hatte Kontakt aufnehmen, um zu fragen ob Sie mir als Reference zur Verfügung stellen würden! Auf diese Weise hatte ich dann schnell wieder Kontakt ins Ski Gebiet Sunshine Village; zu Theo, dem Nachbarn der Apex Mountain Ranch bei Penticton; und zu Diane aus Fort Langley wo ich mehrmals kurz gearbeitet habe (Das Haus am See!). Alle konnten sich noch gut erinnern und haben sofort zugesagt meinem potentiellen Arbeitgeber über mich zu berichten. Es scheint gut gewirkt zu haben, nach einem Gespräch mit Dr. Michael Jackson (kein Witz!) von der Lagoon Society habe ich jetzt seit letztem Freitag meine Zusage!

Geplant ist mitte Juli aufzubrechen und den Sommer / Herbst dann in British Columbia zu verbringen. Die netten Leute vom Center haben sogar schon eine kostenlose Unterkunft besorgt und durchblicken lassen, dass ich mit ein bisschen landscaping auch noch etwas verdienen könnte :-)

Sollte alles klappen werde ich dann nach dreieinhalb Jahren wieder in mein heißgeliebtes Vancouver fliegen! Who would have thought...