Seit gestern fahre ich jetzt mit einem elektrisierten Fahrrad durch die Pampa. Bis zum Center sind es gute 20 Minuten, es muss ziemlich witzig aussehen mich darauf zu sehen, weil das Fahrrad viel zu klein, bzw. ich zu groß dafür bin. Naja auf jeden Fall tut es das Dingen und ich bin einen Tacken mehr selbstständig. Morgens bin ich meistens schon 2 Stunden vor Öffnung des Centers dort, eine Stunde bevor die anderen kommen. John ist immer so gegen halb 8 hier losgefahren und da ich meistens bei ihm mitgefahren bin war das ganz praktisch. Ich konnte dann im Center noch ein paar Emails schreiben und in Ruhe ein paar Dinge erledigen. Das Internet dort funktionierte in den letzten Tagen ganz gut und ich konnte mich sogar über ein paar Podcasts über die Nachrichten aus Deutschland auf dem laufenden halten. Ein TV Gerät hab ich hier nicht, das ist eigentlich auch nicht weiter schlimm. Gestern hab ich mit Janet und John die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele gesehen. Das muss wohl erst mal reichen für die nächsten Tage :)
Neue Aufgaben
Auf der Arbeit habe ich jetzt nach einem Gespräch mit Nadi, der Center Managerin einen ungefähren Plan von dem, was ich jetzt die nächsten Wochen machen werde. Als erstes mal um die 40 Fledermauskästen bauen, die sollen dann später zum Teil auf dem Gelände aufgehängt und zum Teil verkauft werden. Dann werde ich aller Voraussicht nach einen Tag in der Woche für das Sunshine Coast Wildlife Project arbeiten und dort mit Schildkröten, Fledermäusen oder anderen Tierchen zu tun haben. Ein weiteres Großprojekt an dem ich beteiligt sein werde ist Tyner Biodiversity Park, ein verwahrlostes Grundstück bei Madeira Park soll in einen Park mit vielen einheimischen Pflanzen umgewandelt werden. D.h. sowohl theoretische Planung wie das ganze geschehen soll, als auch tatkräftig mit anpacken um Dornenbüsche und anderes lästiges Zeugs zu entfernen. Alles von Hand versteht sich, wir sind ja schließlich ein Öko-Verein :-) Von diesem Unternehmen bin ich wie man hört noch nicht ganz so angetan, vielleicht kann ich es aber gebrauchen um meinen Bericht hinterher darüber zu schreiben. Einen weiteren Tag in der Woche werde ich dann mit Umweltbildung im Center verbringen und da den Kids Club oder Workshops unterstützen. Bleibt noch ein weiter Tag um sich dann mit der Renaturierung der Feuchtgebiete zu beschäftigen. Klingt alles irgendwie nach viel Arbeit, dafür das ich hier nur ein bisschen Urlaub machen wollte :-) Ich habe schon gut Überstunden angehäuft in den 2 Wochen und hoffe die dann bald mal abfeiern zu können.
Kajak Tour
Dieses Wochenende hab ich zufälliger Weise frei, das muss nicht immer so sein, da das Center sieben Tage in der Woche auf hat und Schichten deswegen immer so nach Bedarf verteilt werden. Wie auch immer, hab dann heute mal ein bisschen Rasen gemäht hier und bin dann mit John auf eine kleine Kajak-Expedition gegangen! Die beiden Boote hatte er erst vor kurzen von einem Nachbarn abgekauft. Wir sind bei Flut losgepaddelt, die Wellen waren relativ niedrig, nichts desto trotz mussten wir am Anfang ganz schön gegen den Wind ankämpfen. Erst ging es die Küste entlang Richtung Nord-Osten. Immer entlang der felsigen Steilküste. Die Aussicht war wirklich beeindruckend! Plötzlich tauchten nicht weit von uns ein paar Seehunde auf und haben interessiert geguckt. Die waren aber leider auch genauso schnell wieder weg wie sie gekommen waren. Eigentlich wollten wir dann einmal quer durch die Passage nach Nelson Island rüber. Parallel zu uns fuhr aber ein langer Schleppverband mit Unmengen an Holzstämmen, an dem wir anfangs gar nicht vorbei gekommen sind. Diese Methode des Holztransportes ist hier weit verbreitet. Oft sieht man diese überdimensionalen Flöße auch auf Flüssen wie dem Thompson River oder dem Fraser River. In Vancouver gibt es dann eine große Bucht wo das Holz dann weiter verarbeitet wird. Später sind wir dann doch noch rüber nach Nelson Island und haben dort sogar einen Weißkopfseeadler gesehen. Ich hatte meine GoPro mit, kann aber noch nicht sagen ob ich ihn mit drauf hab :) Nach ein paar Stunden waren wir dann wieder zurück an unserem kleinen Hausstrand. Kajak fahren ist in Kanada immer ein Highlight, man sieht die Landschaft aus einer ganz anderen Perspektive und oft auch viele Tiere.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen